Startups fordern Logistikbranche heraus

Die Logistikbranche steht vor großen Veränderungen. Bild: Daimler

| von Pascal Nagel

Nach einer internationalen Markt-Analyse der Managementberatung Oliver Wyman stellt die digitale Transformation sowie die Konkurrenz durch internationale Startups besonders deutsche Logistikdienstleister vor Herausforderungen.

„Viele Logistiker tun sich schwer, mit dem Tempo der Digitalisierung Schritt zu halten. Startups hingegen sind flexibel und müssen nicht auf gewachsene Strukturen Rücksicht nehmen. Und sie beherrschen dieselben Big-Data-Ansätze wie die Startups aus der Personenmobilität, für die Uber das bekannteste Beispiel ist“, so Max-Alexander Borreck, Principal bei Oliver Wyman.

Ein Problem für deutsche Logistikunternehmen ist die Finanzierung innovativer Transport- und Logistik-Startups. Bis dato findet diese Finanzierung vor allem in den USA und in Asien statt. In den beiden Märkten werden jeweils etwa 45 Prozent der globalen Investitionen in Logistik-Startups getätigt. Europa kommt lediglich auf fünf Prozent. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Venture-Capital-Unternehmen aus dem Silicon Valley.

Neben der Finanzierung spielen aber auch die strukturellen Voraussetzungen im Kerngeschäft eine wichtige Rolle. „Eine wesentliche Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Investition in Startups ist die Bereitschaft, das eigene Kerngeschäft radikal zu hinterfragen und zu digitalisieren. Die Startups sind gewissermaßen die Katalysatoren dafür“, sagt Joris D’Incà, Partner und Logistikexperte bei Oliver Wyman.

Dafür müssten die Unternehmens-Organisationen in Deutschland mithilfe schlanker Strukturen in Sachen Entscheidungsprozessen und Verantwortungsregelungen jedoch deutlich agiler werden und die Entwicklung von Big-Data- und Analyse-Kompetenzen vorantreiben, so die Experten.

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