USA und Deutschland sind Weltmeister

Die USA, Deutschland und Japan bilden die weltweite Spitzengruppe beim Einsatz von Technologien im Bereich Industrie 4.0. Bid: Daimler

| von Werner Beutnagel

Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama treffen im Rahmen der Hannover Messe 2016 die Vertreter der einflussreichsten Industrie 4.0-Nationen aufeinander, so der Branchenverband Bitkom. Die faktische Grundlage für diese Aussage bildet eine Umfrage unter 559 Produktionsleitern, Vorständen oder Geschäftsführern von Industrieunternehmen, derzufolge 28 Prozent der Befragten die USA als weltweiten Spitzenreiter bei Industrie 4.0 ansehen. Fast ebenso viele der Studienteilnehmer sehen Deutschland (25 Prozent) als führende Nation an, jeder fünfte bewertet Japan als Weltmeister.

„Die diesjährige Hannover Messe könnte ein historisches Datum für die Entwicklung der Industrie 4.0 markieren. Hier treffen mit den USA und Deutschland jene beiden Wirtschaftsnationen aufeinander, die den Wandel der klassischen hin zur vernetzten Produktion federführend gestalten“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Deutsche und US-amerikanische Unternehmen können in Sachen Industrie 4.0 viel voneinander lernen, und die Messe bietet hierfür eine hervorragende Plattform.“ Deutsche Unternehmen zeichnen sich besonders stark darin aus, Produktionstechnik und -prozesse zu optimieren, während sich US-amerikanische Unternehmen häufig durch disruptive Geschäftsmodelle hervortun, so Rohleder weiter. Das traditionelle Industrie-Know-How der deutschen Wirtschaft sowie das IT-Wissen der US-Unternehmen seien somit geeignet, gemeinsame Impulse für die vernetzte Produktion zu entwickeln.

 

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