Ein Mitarbeiter aus der Produktion bei der Fertigung eines Elektromotors für den e-Golf

In Zusammenarbeit mit RCS Global will der Konzern seine Batterie-Lieferkette noch besser überwachen. Bild: Volkswagen

| von Claas Berlin

Nachdem der Konzern vor einem Jahr ein Nachhaltigkeits-Rating für seine direkten Lieferanten eingeführt hat, macht nun ein von RCS Global entwickeltes System die Rückverfolgung auch zu Sub-Lieferanten, Raffinerien, Schmelzen, Minen und Recycling-Unternehmen möglich. Bei Identifizierung von Risiken und Missständen werde aktiv für Verbesserung gesorgt, indem Lieferanten entsprechende Vorgaben erhalten, heißt es bei Volkswagen. Auch der Ausschluss von Unternehmen aus der Lieferkette ist bei gravierenden Verstößen möglich.

„Die Zusammenarbeit mit der Agentur RCS Global hilft uns, einen vollständigen Überblick zu bekommen, welche Rohstoffquellen und Zulieferbetriebe sich in unseren Lieferketten befinden. Im direkten Kontakt mit den Unterlieferanten können unsere Erwartungen an eine verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung erläutert, überprüft und vereinbarte Maßnahmen besser nachverfolgt werden", so Ullrich Gereke, Leiter Strategie Beschaffung.

Im Rahmen der Zusammenarbeit konnten in der Batterie-Lieferkette des Automobilkonzerns unter anderem bereits 134 Sub-Lieferanten und 18 Minen identifiziert und ein Großteil davon geprüft werden. Durch die erweiterte Partnerschaft ist es nun trotz der großen Anzahl von Unternehmen in der Lieferkette möglich, über ein umfassendes Managementsystem jeweils angepasste Due-Diligence-Maßnahmen für jeden relevanten Rohstoff zu entwickeln.

Die Wolfsburger sehen ein nachhaltiges Lieferantennetzwerk als wichtigen Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg – vor allem beim Thema Elektromobilität. In den Unternehmensleitlinien wurde dafür das strikte Verbot jeglicher Form von Kinder- und Zwangsarbeit bei der Gewinnung von Rohstoffen wie zum Beispiel von Kobalt festgeschrieben.

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