Computer Vision im Porsche-Werk Leipzig

Porsche setzt bei der Prüfung von Etiketten im Fahrzeug bereits auf Computer Vision-Systeme. Bild: Volkswagen

| von Werner Beutnagel

Das Verfahren extrahiert Informationen auf optischen Daten, etwa aus der realen Umgebung im Werk, und wertet diese mit Hilfe von künstlicher Intelligenz aus. „Der Einsatz dieser Technologie bietet großes Potenzial, um unsere Fertigungen noch effizienter zu machen. Wir erwarten bereits bis zum Jahr 2024 Kostensenkungen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich im Konzern“, sagt Gerd Walker, Leiter Produktion Volkswagen-Konzern. „Im Fokus stehen Anwendungen, die wir an einer Stelle entwickeln und dann über den Konzern hinweg ausrollen können.“

Derzeit werden zwei Computer Vision-Lösungen von Porsche und Audi für den konzernweiten Rollout und die Anbindung an die Volkswagen Industrial Cloud vorbereitet. Die erste Anwendung wird derzeit bei Porsche in Leipzig erprobt. Hier scannt ein Mitarbeiter an der Linie die Fahrzeugnummer, um das jeweilige Auto zu identifizieren. Anschließend werden Fotos von allen im Fahrzeug angebrachten Etiketten ausgewertet, um sicherzustellen, dass die Inhalte und die Sprache der abgebildeten Informationen korrekt ist.

Audi setzt hingegen im Presswerk Ingolstadt ein Verfahren zur Qualitätsprüfung mit Hilfe von Computer Vision ein. Hier erkennen Kameras kombiniert mit einer auf Machine Learning basierenden Software Risse und Abweichungen in den Bauteilen. Für die Weiterentwicklung der Technologie hat Volkswagen ein 60 Experten starkes Team ins Leben gerufen. Neben dem Einsatz der Technologie in der Produktion plant Volkswagen Anwendungen entlang der gesamten Werkschöpfungskette – etwa in Vertrieb und Aftersales.

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