Eine Frau sitzt am Schreibtisch vor 2 Monitoren

Das Geschäftsklima in der Digitalbranche ist durch die Folgen des Ukraine-Kriegs deutlich angespannt.

Der Geschäftsklima-Index, mit dem der ITK-Branchenverband Bitkom misst, wie die Unternehmen der Digitalbranche ihre aktuelle Geschäftslage einschätzen, sinkt im März von 42,6 auf 39,8 Punkte. Die Einschätzungen zur voraussichtlichen Entwicklung der eigenen Geschäftslage fallen mit einem zusammengefassten Index-Wert von minus 3,9 Punkten sogar in den negativen Bereich.

Damit ergibt sich für den Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, nach einem Rückgang von 13,1 Punkten ein momentaner Wert von 16,8 Punkten. „Da ist wenig tröstlich, dass das Geschäftsklima in der Digitalbranche weiterhin sehr viel besser ist als in der Gesamtwirtschaft“, kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg.

Autobranche von Ukraine-Krieg schwer betroffen

Trotz der schweren Einbußen beim Geschäftsklima, bleibt die hohe Personalnachfrage der ITK-Branche bestehen: Der Bitkom-Index zur voraussichtlichen Entwicklung der Beschäftigtenanzahl befindet sich trotz geringer Verluste mit einem Indexwert von 30,2 Punkten noch deutlich im Plus. Die überwiegende Mehrheit der Digitalunternehmen möchte demnach in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen.

Einen weiteren kleinen Lichtblick für die Branche bietet der Preisindex für digitale Güter und Dienstleistungen. Im Gegensatz zur allgemeinen Teuerung von mehr als sieben Prozent stieg dieser lediglich um 0,7 Punkte an, wodurch in diesem Bereich nur mäßig steigende Preise zu erwarten sind.

Deutlich stärker von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine betroffen sind die Unternehmen der Autobranche. Große Hersteller wie Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen reagieren mit Werksschließungen, Produktionsstopps und Aussetzen der Lieferungen in Russland auf die Kriegsgeschehnisse. Gleichzeitig kommt es in der Ukraine vermehrt zu schwerwiegenden Einschränkungen von Lieferketten: Besonders Kabelbäume, aber auch weitere wichtige Rohstoffe wie Neongas, Palladium und Nickel werden dadurch zur Mangelware. Somit ergeben sich für die Hersteller der Automobilindustrie, die noch mit den anhaltenden Folgen der Halbleiterkrise kämpfen, weitere schwierige Herausforderungen.

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