| von Yannick Tiedemann

Neue Technologien, neue Märkte, neue Kunden: Die digitale Transformation dreht in der Automobilbranche jeden Stein um. Die Wertschöpfungskette wird neu definiert. Deshalb arbeiten viele Automobilhersteller mit Hochdruck daran, die digitale Lebenswelt in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Neue technische Funktionen und clevere Bedienkonzepte aber sind erst der Anfang: „Am Ende der Entwicklung muss das vollständig autonom fahrende Auto stehen“, fordert der Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht von Rinspeed. Auf dem Automobilwoche Kongress 2014 diskutierte er mit Jörg Saße aus dem Konzerngeschäftsfeld Vernetztes Fahrzeug der Deutschen Telekom die notwendigen Entwicklungsschritte in der Branche.

Ergebnis: Um neue Produkte und Dienste nicht nur in künftigen Baureihen verfügbar zu machen, braucht die Autoindustrie attraktive Nachrüstlösungen für die vielen Millionen Fahrzeuge, die schon heute auf deutschen Straßen unterwegs sind. Zudem macht eine offene, skalierbare Infrastrukturplattform Sinn. Auf ihr können Hersteller, Zulieferer und Servicepartner Daten auszutauschen, die rund um vernetzte Fahrzeuge entstehen, und sie in Form individueller Services veredeln. Der Branchenansatz eröffnet allen Spielern die Chance, neue Geschäftsmodelle schnell und ohne große Investments auszuprobieren. Und er stärkt die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Google, Apple & Co., die sich ebenfalls aufgemacht haben, um mit ihren Diensten das Auto zu erobern.

Mehr Individualität in der Kundenansprache und eine Digitalisierung des Kundendialogs sind Pflicht. Kunden müssen rund um ihre Automarke und bei ihren Händlern viele positive Erfahrungen machen. Lead Management, Kundenbetreuung, Aftersales- und Point-of-Sale-Aktivitäten können gut auf einer elektronischen Plattform gebündelt werden. Um eine Branchenlösung zu etablieren und ihr Schwung zu verleihen, sind konkrete Services nötig. Zum Beispiel für Händler die Möglichkeit, Fahrzeuge auf ihren Außenflächen oder Exponate im Zubehörshop mit der sogenannten Beacon-Technologie auszustatten und damit eine transparente und personalisierte Sicht auf die Interessen der Besucher zu erhalten – selbst außerhalb der Öffnungszeiten. Oder die Fahrzeugannahme direkt und mobil am Fahrzeug durchzuführen und Kunden interaktiv in den Serviceprozess einzubeziehen.

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