Deutsche Bahn Autonomes Fahren

Anlässlich der VDV-Jahrestagung stellt die Deutsche Bahn Pläne für einen autonomen Shuttleservice vor. (Bild: VDV)

Bereits seit 2021 realisieren die Projektpartner gemeinsam mit lokalen Partnern das nach eigenen Angaben größte On-Demand-Angebot Deutschlands. Im kommenden Jahr sollen erste autonome Fahrzeuge den Service ergänzen. Dies kündigten die Unternehmen im Rahmen der Jahrestagung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) an.

Geplant ist, dass die deutschlandweit ersten Fahrzeuge im autonomen Level-4-Betrieb durch Darmstadt und im Kreis Offenbach fahren werden. Die Flotte soll dabei komplett in den Regelbetrieb des ÖPNV integriert werden. Die entsprechende Software werde die DB-Tochter Ioki liefern, den Betrieb vor Ort sollen CleverShuttle sowie die lokalen Partner Heag Mobilo und kvgOF realisieren. „Autonomes Fahren auf Abruf ist ein wichtiger Schritt für ein besseres ÖPNV-Angebot in der Fläche und damit mehr klimafreundliche Mobilität für alle Menschen in Deutschland. Gemeinsam mit dem RMV wollen wir schon im kommenden Jahr die weltweit erste autonome On-Demand-Flotte im Regelbetrieb des ÖPNV auf die Straße bringen“, erklärt Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender bei DB Regio.

„Die Branche hat seit vielen Jahrzehnten umfassende und gute Erfahrungen mit so genannten Linienbedarfsverkehren wie Rufbussen“, ergänzt VDV-Präsident Ingo Wortmann. „Seit einigen Jahren kommen nun immer mehr neue On-Demand-Angebote im ÖPNV hinzu, auch dank der Digitalisierung und der für diese Verkehre verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen.“ Im Vergleich zum Jahr 2019 sei damit zu rechnen, dass sich die Zahl entsprechender Angebote bis Ende des Jahres 2022 mit über 80 Projekten um den Faktor vier vergrößern werde.

ÖPNV soll ländlichen Raum mobil machen

Dass man bei der Lokalisierung von On-Demand-Angeboten nicht nur auf die Städte schaut, belegt zudem eine aktuelle Analyse des VDV: Rund 47-Prozent aller entsprechenden Dienste seien demnach im ländlichen Raum oder in Kleinstädten unterwegs, auf den urbanen Raum entfallen nur 13 Prozent. „Bei den Projekten im ländlichen Raum gibt es dadurch flexible Angebote, wo vorher keine waren. Zudem zeichnet sich ab, dass schwach ausgelastete Linienverkehre dort eher auf On-Demand-Angebote mit mehreren kleineren Fahrzeugen umgestellt werden“, so Wortmann. Bei den genehmigten Linienbedarfsverkehren handele es sich in 85 Prozent der Fälle um neu geschaffene Angebote.

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