Autonomes Fahrzeug von Bosch

Mit dem Einstieg beim US-Anbieter Recogni stärken Continental und Bosch die eigenen Aktivitäten rund um autonome Fahrzeuge. Bild: Bosch

| von Werner Beutnagel

Mit einer Beteiligung im Silicon Valley wollen Continental und Bosch die Entwicklung von Technologien zum autonomen Fahren beschleunigen. Die Firma Recogni aus San José entwirft Hochleistungs-Chips für KI-Systeme. Es geht um die Erkennung von Objekten rund um das Fahrzeug und schnellere Verarbeitung der Daten aus den zugehörigen Sensoren. Die Prozessoren sollen mittelfristig Teil der Steuerung werden, eine Serienproduktion könnte 2026 beginnen. Wer die Hardware herstellt, ist derzeit noch offen.

Continental arbeitet seit eineinhalb Jahren mit Recogni zusammen. Daneben unterhalten die Hannoveraner auch Kooperationen etwa in der Sensorik. In welchem genauen Ausmaß sie bei Recogni einsteigen, benennen Conti und Bosch nicht. Insgesamt hat die Finanzierungsrunde einen Umfang von knapp 50 Millionen Dollar. Noch existieren die neuen Chips nur als Konzept - die bisherigen Simulationen hätten aber überzeugt, heißt es bei Conti.

Bei Continental nehmen Elektronik, Vernetzung und Software eine immer zentralere Rolle ein, dafür wird stark investiert und eingestellt. Mit Technik des US-Konzerns Nvidia betreibt der Zulieferer seit dem vorigen Sommer einen Supercomputer, der auch bei der Entwicklung von Roboterwagen-Programmen zum Einsatz kommt. Klassische Bereiche wie Mechanik und Hydraulik verlieren im laufenden Konzernumbau dagegen an Bedeutung, hier werden zudem zahlreiche Stellen abgebaut.

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