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Jürgen Hubbert warnt die deutschen Automobilhersteller davor, das Segment der sogenannten Low-Cost-Cars zu unterschätzen. Auf einer Diskussionsveranstaltung in Ludwigsburg sagte der ehemalige Mercedes-Chef: „Solche Produktideen werden sich in den Schwellenländern behaupten und dort einen Großteil der stetig wachsenden Grundmobilität abdecken.“ Hubbert rechnet damit, dass Modelle wie der Tato Nano künftig einen Anteil von rund 20 Prozent an der weltweiten Fahrzeugproduktion erreichen könnten. „Selbst, wenn in Ländern wie Indien die verfügbaren Einkommen weiter steigen, wird die Masse dort nicht Premiumautos fahren. Darauf müssen wir uns einstellen.“ Beispielsweise mit neuen Geschäftsmodellen, die die niedrigen Margen bei Billigautos von vornherein berücksichtigen. Hubbert zeigte sich zudem davon überzeugt, dass es künftig neue Wege für Produktinnovationen geben wird, die bisher über hochpreisige Flagschiffe in die Volumenmodelle kamen. Speziell für die Wachstumsmärkte entwickelte Low-Cost-Lösungen würden immer stärker Einfluss auf die Modell- und Teilepolitik der Hersteller in Deutschland und Europa nehmen.

Autor: Ralf Bretting

 

 

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