Smartphone

6G soll durch höhere Übertragungsraten mehr mobile Anwendungsmöglichkeiten als bisher ermöglichen.

Im Fokus des Projektes, an dem fünf Fraunhofer-Institute beteiligt sind, stehen Terahertz-Technologien und Lösungen für flexible Netze. 6G soll die Leistungsfähigkeit des Mobilfunks in puncto Spitzendurchsatz und Anwenderdatenrate, Zuverlässigkeit und Latenz sowie Energieeffizienz und Lokalisierungsgenauigkeit nochmal einen deutlichen Schritt voranbringen.

„Für den zukünftigen 6G-Mobilfunk sind neuartige Technologien gefragt, die das Fraunhofer-Projektteam im Leitprojekt 6G Sentinel entwickelt. Mit diesen 6G-Basistechnologien möchten wir dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland in einem Schlüsselmarkt der Digitalisierung zu stärken“, sagt Albert Heuberger, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IIS.

6G werde, so die Fraunhofer-Gesellschaft, auf konsequenten Weiterentwicklungen bisheriger Mobilfunktechnologien beruhen, aber gleichzeitig auch neue Potenziale erschließen. Besonders gelte dies bei der Nutzung von Terahertz-Frequenzen. Oberhalb von 100 GHz seien extrem hohe Datendurchsätze möglich, die für Anwendungen wie Virtual Reality, digitale Zwillinge, Teleoperation und autonomes Fahren nötig seien.

Die zweite Säule des Projekts bilden Softwarelösungen, die eine flexible Gestaltung der Netze entsprechend der Anwendung und aktuellen Betriebssituation ermöglichen sollen. Grundlage hierfür ist laut den Forschern ein modulares und softwarebasiertes Kernnetz, das um sichere Komponenten zur dynamischen Steuerung erweitert wird, die Integration neuartiger Zugangs- und Backhaulnetze ermöglicht und eine KI-basierte Netzautomatisierung unterstützt. Ziel ist die Entwicklung und Demonstration einer anpassungsfähigen Architektur für heterogene 6G-Netze, in denen neben THz-Technologien insbesondere Satelliten und fliegende Plattformen eine Rolle spielen.

„Die beiden Technologiesäulen Terahertz-Kommunikation und flexible Netze stehen im Mittelpunkt des Leitprojekts 6G Sentinel“, erklärt Projektleiter Bernhard Niemann. „Ergänzend dazu möchten wir eine 6G-Netz-Architektur erarbeiten und Technologien für eine noch präzisere Lokalisierung in 6G-Netzen entwickeln“. Mithilfe neuer Lokalisierungsansätze sei es künftig möglich, Informationen über den Funkkanal konsequenter zur genauen Positionsbestimmung zu nutzen.

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