Ford Mach-E Escape Game

Mit Hilfe der Fahrzeugsysteme wird der Ford Mustand Mach-E zu einem Escape Room. (Bild: Ford)

Gemeinsam mit dem Schweizer Startup Way Ahead hat Porsche das Projekt Virtual Roads vorgestellt, das Sportwagenfahrern die Möglichkeit geben soll, persönliche Lieblingsstrecken aus der Realität in ein Videospiel zu übertragen. Die Erfassung der entsprechenden Routen soll sich statt wie bisher per Laserscan einfach per Smartphone umsetzen lassen. Über die integrierte Kamera hinter der Windschutzscheibe und eine dazugehörige App sollen Strecken automatisch in virtuelle 3D-Umgebungen verwandelt werden. Herzstück der Lösung ist hierbei ein KI-System, das Straßen und ihre nähere Umgebung möglichst originalgetreu nachstellt. Im virtuellen Raum kann die so gescannte Strecke über das Rennspiel Assetto Corsa abgefahren werden.

„Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit ist unsere Software mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sie für Virtual Roads die Digitalisierung von Strecken mit bis zu acht Kilometern Länge je nach Komplexität in unter einer Stunde umsetzen kann“, so Roger Rueegg von Way Ahead Technologies. „Zugleich überprüfen wir aktuell weitere Möglichkeiten und Funktionen.“ Denkbar sei beispielsweise, zukünftig auch Daten der Fahrzeugsensorik wie Querbeschleunigung oder Fahrwerkregelung zu erfassen und zu nutzen.

Audi bringt VR-Lösung in den Fond

Entsprechende Daten haben bei Audi bereits den Weg ins Entertainment-Angebot gefunden. Im Rahmen der Konferenz South by Southwest 2022 zeigte der Autohersteller gemeinsam mit dem VR-Experten Holoride ein entsprechendes System, das bereits ab Sommer 2022 verfügbar sein soll. Im Rahmen der gemeinsamen Lösung, die für Audi-Fahrzeuge mit der neuesten Generation des modularen Infotainmentbaukastens (MIB 3) verfügbar ist, können im Fond des Fahrzeugs VR-Inhalte genutzt werden, die sich in Echtzeit den Bewegungen des Fahrzeugs anpassen. So lassen sich etwa Lenk-, Brems- oder Beschleunigungsvorgänge des Fahrzeugs auf Objekte in der Spielwelt übertragen. Durch den Einklang von realer und virtueller Bewegung könnte unter anderem verhindert werden, dass Fahrgästen bei der Nutzung einer VR-Brille übel wird. Die Kopplung des notwendigen Headsets mit dem Fahrzeug erfolgt über eine Bluetooth Low Energy-Verbindung. Zunächst ist ein Marktstart der Technologie für Deutschland, England und die USA geplant, weitere Märkte sollen folgen.

Im März 2022 stellte auch Porsche Ergebnisse der 2019 mit Holoride begonnenen Kooperation vor. Gemeinsam starten die beiden Unternehmen im Porsche Experience Center (PEC) Los Angeles die Pilotphase für ein neues Virtual-Reality-Erlebnis. In einem Porsche Cayenne, der mit den immersiven Systemen ausgerüstet ist, die auch in Fahrzeugen von Audi zum Einsatz kommen, können Fahrgäste das gemeinsam mit dem Entwicklers Schell Games entwickelte Videospiel Cosmic Chase spielen. An Bord eines Raumschiffs haben Spieler hier die Aufgabe, als Teil einer globalen Allianz gegen außerirdische Angreifer zu kämpfen. „Wir freuen uns, dem Automobil- und Unterhaltungs-affinen Publikum im Großraum Los Angeles eine neue Attraktion anbieten zu können. Das innovative Unterhaltungsangebot ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich automobile Fahrerlebnisstätten in aufregende Destinationen für die ganze Familie verwandeln lassen, bei denen niemand außen vor bleibt", erklärt Nils Wollny, CEO von Holoride.

Ford Mach-E wird zum Escape Room

Einen neuartigen Gamification-Ansatz wählt auch Ford im Mustang Mach-E, der mithilfe neuer Technologien zu einem Escape Room werden soll. Anweisungen zum Ablauf des mit Hilfe einer iOS-App gehosteten Spiels erhalten die Teilnehmer über das Soundsystem des Autos, eingebunden werden sollen außerdem Funktionen der elektrischen Sitze, der Heckklappe, Klimaanlage oder der Scheinwerfer. Während der Fahrt sei jedoch nur die Nutzung von Heizung und Lautsprechern im Rahmen des Spielablaufs möglich, schränkt der Hersteller ein. Momentan handelt es sich bei dem gemeinsam mit der unternehmenseigenen Emerging Technology & Innovation-Gruppe sowie der IOT-Gruppe mit Sitz im kalifornischen Palo Alto entwickelten Spiel noch um ein Arbeitskonzept.

„Es ist ein Spaß, der auch eine ernsthafte Seite hat, denn es wird gezeigt, was mit der Technik, die wir heute in Autos haben, grundsätzlich möglich ist“, erklärt Carsten Starke, Technical Expert Interior Materials & Customer Experience, Ford Research & Advanced Engineering, Ford Europa. „Die spielerisch erprobte Interaktion zwischen Fahrzeug und Fahrer könnte neue Perspektiven und Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen, wie beispielsweise ein interaktives Bedienungshandbuch oder sogar ein Fahrercoaching.“

Tesla lädt zu Karaoke ein

Über ein neues Software-Update hat auch Tesla Ende die Gaming-Experience im Fahrzeug erweitert. Kunden im chinesischen Markt können laut dem Portal electrek.co das eigens entwickelte TeslaMic erstehen, um im Fahrzeug die bereits 2019 ausgerollte Karaoke-Funktion nutzen zu können. Mit dem aktuellen Update wurde das System um ein Interface des Anbieters Leishi KTV sowie verschiedene Sound-Optionen zur Optimierung des eigenen Gesangs ergänzt.

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