Wie die Cloud den Weg zum Software Defined Vehicle unterstützen kann.

Entwicklungsplattformen in der Cloud sollen die Entwicklung des SDV-Revolution vorantreiben. (Bild: Taras Makarenko)

Die Industrie steht, ausgelöst durch die digitale Transformation, am Anfang einer strukturellen Neuorganisation. Kontinuierlich aktualisierte Fahrzeugfunktionen, Charakteristika, sowie personalisierte "Customer Experience" bilden die Grundlage dieses Wandels und Software Defined Vehicles (SDVs) werden die Wegbereiter für die Zukunft der Branche sein.

"Software Defined" ist dabei kein neues Konzept, es wird seit Jahren in der Telekommunikations- und Cloud-Industrie durch softwaredefinierte Netzwerke, Speicher und Rechenleistung verfolgt und erfolgreich genutzt. Die Anpassung dieser softwaredefinierten Konzepte an den Automobilbereich verbreitet sich immer weiter, aber wie bei vielen sich schnell entwickelnden Technologien gibt es in der Branche unterschiedliche Vorstellungen darüber, was ein SDV tatsächlich beinhaltet und was es ausmacht.

Halten wir uns an eine einfache funktionale Definition, dann ist ein SDV ein Fahrzeug, bei dem Funktionen durch Software und Dienste ermöglicht werden, die auf einer gemeinsam genutzten zentralisierten Rechenplattform ausgeführt werden – im Gegensatz zur Implementierung als einzelne physische Steuergeräte (ECUs). SDVs werden als eine Ansammlung von datenliefernden Sensoren, datenverarbeitender Anwendungslogik und datennutzender Aktuatoren und Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) interpretiert, die bestimmte Fahrzeugfunktionen ermöglichen. Idealerweise sind diese Softwaredienste hardware- und anbieterunabhängig.

Software-Entwicklung muss sich von der Hardware entkoppeln

Auch ohne Standarddefinition schreitet die SDV-Revolution voran. In-Vehicle-, Cloud- und Cloud-to-Vehicle-Services werden heute von tausenden von Automobilherstellern, Mobilitätsanbietern, Zulieferern, Technologieunternehmen genutzt. Das SDV entwickelt sich von einer Vision zur Realität und ermöglicht es Automobilherstellern, den Fahrzeugentwicklungsprozess neu zu erfinden, um die technische Entwicklung zu beschleunigen, das Kundenerlebnis im Fahrzeug zu personalisieren und die Lebensdauer jedes Fahrzeuges durch kontinuierliche Updates zu verlängern.

Die Cloud spielt eine zentrale Rolle bei der SDV-Entwicklung und ermöglicht es OEMs, komplexe Fahrzeugsoftwarearchitekturen zu verwalten und Hardware, Software, sowie Cloud-Dienste auf sichere Weise in softwaredefinierten Fahrzeugplattformen der nächsten Generation zu konsolidieren. Durch die neuen Möglichkeiten der SDVs sind Hersteller gefordert, neue Funktionen unabhängig von der Fahrzeughardware zu entwickeln und zu testen.

Cloud-native SDV-Plattformen helfen dabei, die SDV-Revolution mit skalierbaren und kostenoptimierten Diensten für die softwaredefinierte Zukunft voranzutreiben. Für OEMs ist die Vision eine einzige SDV-Plattform, welche sich über verschiedene Domänen erstreckt und es erlaubt, unterschiedliche Fahrzeuge, Applikationen und Funktionen abzubilden.

Obwohl das Versprechen des Cloud-nativen SDV sehr verheißungsvoll klingt, sind noch einige Hürden zu überwinden. Eine große Herausforderung besteht darin, eine deterministische Umgebung zu schaffen, in der Echtzeitverarbeitung, funktionale Sicherheit und andere kritische Automobileigenschaften bewahrt werden. Um die Entwicklung von Automotive-Software zu beschleunigen und von der Verfügbarkeit von Hardware zu entkoppeln, ist es erforderlich, Betriebssysteme wie Blackberry QNX und Middleware wie AutoSar in der Cloud bereitzustellen.

Cloud-basierte Infrastrukturen demokratisieren SDV-Entwicklung

Durch die Nutzung von ARM-basierten Cloud-Computing-Instanzen, die die selbe Computing-Architektur wie die physischen ECUs in Fahrzeugen verwenden, profitieren Automobilhersteller von der Geschwindigkeit nativer Cloud-Entwicklungsprozesse und -Praktiken gegenüber einem traditionell eingeschränkten Softwareentwicklungsprozess in stark regulierten Industrien wie dem Automobilbau.

Diese Art der Cloud-basierten Infrastrukturen, Tools und Dienste demokratisieren die SDV-Entwicklung und ermöglichen Innovatoren innerhalb und außerhalb der Automobilindustrie, SDV-Modelle virtuell zu entwickeln und zu testen.

Da SDVs eine große Menge an Daten generieren, wird die lokale Ausführung von intelligenten Funktionen im Fahrzeug - inklusive Machine Learning Algorithmen - zur Reduzierung von Datenübertragungskosten der Fahrzeugflotten essentiell notwendig werden. Fahrzeughersteller werden die Balance zwischen der Datenverarbeitung innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs in der Cloud finden müssen. Hierfür benötigen sie eine skalierbare, mit der Cloud verbundene Softwareplattform, die es Ihnen ermöglicht, eine konsistente und sichere Methode zum Lesen von Fahrzeugsensordaten bereitzustellen, diese zu normalisieren und sowohl lokal im Fahrzeug zu verwenden als auch in diesem  zu gewinnen und zur Weiterverarbeitung dediziert in die Cloud zu übertragen.

Durch die SDV-Revolution haben Automobilhersteller, Zulieferer und Mobilitätsanbieter die Möglichkeit, ihre jeweiligen Geschäftsmodelle neu zu erfinden und das Kundenerlebnis neu zu definieren.

Für den Kunden wird das SDV-Konzept die Nutzung der Autos intelligenter, sicherer, leistungsstärker, einfacher machen. Im Falle von Fehlern wird es die Diagnose und Fehlerbehebung deutlich vereinfachen und beschleunigen. Viele Werkstattaufenthalte werden sich mit Hilfe der neuen Funktionalität vermeiden und damit die Kundenzufriedenheit steigern lassen.

Erfahren Sie mehr unter: aws.amazon.com/de/automotive

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?

Dieser Beitrag wird präsentiert von: