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Die Marke von Fahrzeugen rückt zugunsten neuer Mobilitätsdienste zunehmend in den Hintergrund, so eine IBM-Studie.

| von Werner Beutnagel

Demnach sind 48 Prozent der Verbraucher der Meinung, dass die Marke eines Fahrzeugs in zehn Jahren keine Rolle mehr spielen wird. Stattdessen gewinnen Kosten, Komfort und die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Services an Bedeutung.

Eine ähnliche Meinung vertreten auch die befragten Führungskräfte: Für 69 Prozent ist die Marke heute noch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Dass dies 2030 auch noch der Fall sein wird, glauben aber nur 46 Prozent. Erhöhen könnten die Markenbindung Systemen im Fahrzeug, die aus den Präferenzen der Insassen lernen, mit anderen Geräten vernetzt sind und ein natürliches Gespräch führen können.

„Weltweit bereiten sich die Automobilhersteller auf eine Zukunft vor, in der weniger als 50 Prozent der Verbraucher die Marke als Wettbewerbsvorteil betrachten“, sagte Ben Stanley, Global Automotive Research Lead – Institute for Business Value bei IBM. „In den nächsten zehn Jahren werden sich Autos zu vernetzten Maschinen entwickeln, die von Software dominiert werden. Damit könnte das Konzept der Automarke vor einer digitalen Revolution stehen. Hersteller sind gefordert, sich stärker auf die digitalen Erfahrungen im Fahrzeug als auf die Fahrfunktionen zu fokussieren, um sich vom Wettbewerb abzuheben.“

Die Hälfte der befragten Automotive-Führungskräfte betont, das eigene Unternehmen müsse sich digital neu erfinden um weiterhin Erfolg zu haben oder überleben zu können. 83 Prozent der Führungskräfte sagen zudem, dass sie den strategischen Wert von Daten für ihre Branche verstehen. Aber nur 18 Prozent der Führungskräfte geben an, dass ihre Unternehmen schon heute auf einer digitalen Datenplattform arbeiten.