Volkswagen Ausstellung

Die Coronakrise hinterlässt auch bei den Vertriebspartnern der Fahrzeughersteller ihre Spuren. Diese gewähren den Händlern daher Sonderregelungen. Bild: Volkswagen

| von Stefan Grundhoff

Nach Toyota und FCA haben weitere OEMs Hilfsmaßnahmen für ihre Handelspartner beschlossen. Der Volkswagen-Konzern kommt seinen Händlern in der Krise mit verschiedenen Maßnahmen entgegen. Der Mediendienst autohaus.de zitiert hierzu aus einem Händler-Rundschreiben. Unter anderem wird das Zahlungsziel für alle Neu- und Bestandsfahrzeuge, die noch nicht finanziert sind, auf zusätzlich 120 Tage erhöht. Außerdem gibt es unter anderem eine Laufzeit-Ausweitung befristeter Krediterhöhungen von 90 auf 270 Tage. Voraussetzung für die verschiedenen Punkte von VW sei die Inanspruchnahme staatlicher Unterstützungsmaßnahmen, sofern sie vorhanden sind, schreibt Autohaus.

Der französische Hersteller Peugeot hat einem Bericht des Portals zufolge ebenfalls ein umfangreiches Hilfspaket verabschiedet. So wurden unter anderem Volumenvorgaben im Verkauf aufgehoben sowie Abschlags- und Tilgungszahlungen ausgesetzt. Auch wird beispielsweise die Zinsfreiheit bei sämtlichen Fahrzeugen verlängert.

Mehrere Unterstützungsmaßnahmen hat auch Skoda seinen deutschen Vertriebspartnern zugesagt. Dazu gehört beispielsweise die vorübergehende Verlängerung der Zahlungsziele für alle noch zu liefernden Fahrzeuge auf 120 Tage. Auch bei Skoda werden die Verkaufsziele vorerst ausgesetzt. Zudem werden die Verkaufsprogramme aus dem ersten Quartal auch im zweiten Quartal 2020 größtenteils weitergeführt.

Um seine Handelsparner zu unterstützen, setzt Renault Deutschland die Verkaufsziele ab März dieses Jahres ebenfalls bis auf Weiteres aus. Alle Abschlagszahlungen werden dem Bericht von autohaus.de zufolge um 60 Tage verschoben und die Zinsfreiheit pauschal auf 120 Tage verlängert. Für Neu- und Gebrauchtwagen werden zudem längere Finanzierungszeiträume gewährt. Diese und alle anderen vom Unternehmen getroffenen Maßnahmen sind bis zu einer „Rückkehr zu einer normalen Situation“ gültig und nicht zeitlich beschränkt. Unterstützende Zahlungen an Händler sehe man derzeit als nicht notwendig an.

Bei Mitsubishi werden hingegen Maßnahmen ergriffen, um die Ersatzteilversorgung aufrechtzuerhalten und die zinsfreie Zeit für Händler auf 180 Tage zu verdoppeln. Vertriebspartner können außerdem individuelle Anträge auf die Verlängerung von Abschlagszahlungen oder Endfälligkeiten stellen.

Hyundai setzt ebenfalls auf verschiedene Mittel, um die Liquidität der Händler zu stärken. Auch hier werden unterschiedliche Fristen verlängert und zinsfreie Räume geschaffen. Auch werden einzelne Prämien für Verkäufe an Privat- oder Gewerbekunden vorerst wöchentlich statt nur monatlich ausgezahlt.

Autor: Jonas Rosenberger

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