Internet überholt das Autohaus

Der Autohandel findet zunehmend online statt. Unter anderem Smart bietet in Italien bereits Neuwagen online an. Bild: Daimler

| von Werner Beutnagel

Die Recherche und Auswahl von Modell und Marke werde demnach zunehmend online getätigt. Einen Online-Kauf von Neu- oder Gebrauchtwagen können sich bereits 43 beziehungsweise 45 Prozent der Interessenten vorstellen. Während beim Neuwagenkauf die Händler als erste Recherchequelle die Nase vorne haben (51 Prozent), ist bei Gebrauchten das Netz mit 41 Prozent auf Platz eins. Händler geben hier nur 31 Prozent als erste Informationsquelle an. Bei den Neuen liegt das Internet als Erstinformationsquelle mit 32 Prozent zwar aktuell noch weit hinter den Händlern zurück, allerdings weist der Trend der letzten Jahre darauf hin, dass das Internet in kurzer Zeit dominieren wird. Geht es um das Einholen konkreter Angebote, konsultieren 64 Prozent der Neuwagenkäufer an erster Stelle die Händler, bei Gebrauchtwagen nutzen 55 Prozent das Internet als primäre Adresse.

Klare Domäne der Händlerbetriebe ist die finale Kaufphase: Sieben von zehn Neuwagenläufern sowie 47 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer wenden sich hier an die Händler. Jedoch sei, so die Studienautoren, auch hier ein Trend in Richtung des Internetvertriebs zu beobachten. Beim Neuwagenkauf kommen zudem immer mehr Interessenten mit einem vorher im Netz konfigurierten Fahrzeug zum Händler: Aktuell konfigurieren 57 Prozent der Befragten ihren Neuwagen, davon legen 69 Prozent den Entwurf dem Händler vor.

Ein weiteres Studienergebnis: Die Dauer des Kaufprozesses wird insgesamt kürzer. Bei Neuwagen ist die durchschnittliche Dauer bis zum Abschluss des Kaufes von 35,1 Tagen (vor 2011) auf 27,5 Tage (2015 bis 2018) gesunken. 26 Prozent der Kunden benötigen sogar nur 1 bis 5 Tage bis zum finalen Kauf. Im gleichen Zeitraum ist die Dauer bei Gebrauchtwagenkäufen von 23,7 Tagen auf 18,7 Tage gesunken.

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