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Laut einer ZDK-Studie besteht bei der Digitalisierung im Kfz-Gewerbe noch Nachholbedarf. Bild: ProMotor/Volz

| von Werner Beutnagel

90 Prozent der Kfz-Betriebe verfügen laut der Umfrage über keine Digitalisierungsstrategie, 45 Prozent planen eine solche nicht einmal. In vielen Autohäusern scheint es demnach an Weitsicht zu fehlen: Nur 19 Prozent der Befragten bieten den Kunden eine App für ihr Autohaus und ihre Werkstatt an. Nur ein Drittel aktualisiert die Websiteinhalte täglich oder wöchentlich. Die Betreuung des Online-Auftritts und das digitale Marketing erfolgen bei 39 Prozent lediglich nebenbei durch einen Mitarbeiter.

Die Automobilindustrie investiert Milliarden in die Digitalisierung der Fertigungsanlagen und Produkte. Ziel ist es aber auch, die Kunden der Autohäuser besser als bisher an den After-Sales-Bereich anzubinden. Mitunter haben deshalb viele Automobilhersteller die Verträge mit ihren Partnern in Vertrieb und Service aktualisiert, um das Thema Digitalisierung voranzubringen – unter anderem Volkswagen: Der Wolfsburger Hersteller möchte das Thema mit den neuen, ab April kommenden Jahres gültigen Händlerverträgen proaktiv angehen. „Wir wollen das Wissen, das bislang autark bei unseren Händlern lag, miteinander vernetzen. Wir als Hersteller sind in der Lage, die notwendige sehr komplexe Datenanalytik zu liefern, was die Händler dann wiederum befähigen soll, ihre Leads zu konkreten Ergebnissen zu führen“, erläutert VW-Markenvorstand Jürgen Stackmann. In entsprechenden Pilotprojekten lotet Volkswagen momentan aus, wie solche Datenanalysen in konkrete Geschäftsideen überführt werden können.

Auch andere Automobilhersteller sind bestrebt, die Bemühungen zu intensivieren. „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert“, fasst Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Mercedes-Benz-Vertriebs Deutschland, die Agenda zusammen. Auch Stefan N. Quary, Verkaufschef von Skoda Auto Deutschland, ist davon überzeugt, dass der Online-Handel im Vertrieb eine tragende Rolle spielen wird: Plattformen für den E-Commerce würden sich schnell weiterentwickeln.

Autor: Fabian Pertschy

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