Porsche Museum 2017

Im Porsche Museum in Stuttgart werden die Exponate durch Informationen per Mixed-Reality-Brille ergänzt. Bild: Porsche

| von Pascal Nagel

Porsche stattet sein Museum in Stuttgart-Zuffenhausen mit umfangreichen digitalen Angeboten aus. So haben Nutzer der Museums-Homepage künftig die Möglichkeit, eine Führung durch Teile der Ausstellung virtuell am eigenen PC zu erleben. Davon sollen nach Angaben von Porsche Fans der Marke profitieren, die eine zu weite Anreise hätten.

„Die Lösung ermöglicht es uns, die Marke Porsche und die einzigartige Historie des Unternehmens für einen erweiterten Personenkreis weltweit erfahrbar zu machen“, hebt Achim Stejskal, Leiter des Porsche Museums, die neuen Chancen der Digitalisierung hervor. „Ob USA, China oder Brasilien – aus allen Ländern und Regionen der Welt kann man sich bei uns online einwählen.“

Die virtuellen Museumsführungen hat das Porsche Museum gemeinsam mit der Tochter Porsche Digital und dem englischen Startup GoInStore umgesetzt. Für Porsche Digital-Chef Thilo Koslowski ist die Kooperation mit dem Startup ein weiterer, logischer Schritt der Digitalisierungsoffensive: „Das Pilotprojekt mit dem Porsche Museum brachte uns neue Erkenntnisse für künftige Konzepte und Kundenerlebnisse.“

Zudem findet Microsofts Mixed-Reality-Brille HoloLens Einzug in das Museum. Im Rahmen der „Porsche Holographic Design Tour“ erläutert Designer Matthias Kulla in Form eines Hologramms die klassischen Designmerkmale und Formensprache von Porsche am Beispiel eines realen 911. Dazu setzt der Besucher die smarte Brille auf, die eine interaktive 3D-Animation um einen echten Elfer herum projiziert.

Weiterhin digitalisiert Porsche das Parkangebot rund um sein Museum. Die Schranke zur Museums-Tiefgarage öffnet sich mit einer elektronischen Parkkarte zukünftig automatisch. So müssen Autofahrer kein Papierticket mehr ziehen. Abgerechnet wird am Monatsende. Die Lösung stammt vom Kölner Startup