Mit KI verschiebt sich die Grenze der Fahrzeugentwicklung. Der automotiveIT car.summit am 19. und 20. November in München zeigt mit Vertretern von OEMs sowie Cariad, Xiaomi, Bosch, Aumovio und Valeo, welche technischen und organisatorischen Fragen (und Antworten) damit verbunden sind.
Dr. Martin LargeDr. MartinLargeCvD Online all-electronics.de / Redakteur aIT/AP
2 min
Der persönliche Austausch gehört zum Kern des car.summit.Bettina Theisinger
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Der Begriff Software-Defined Vehicle gehört inzwischen zum festen Vokabular der Autoindustrie. Doch die entscheidenden Fragen sind damit längst nicht beantwortet. Wie lassen sich Softwareplattformen skalieren? Wie arbeiten IT und Engineering über Organisationsgrenzen hinweg zusammen? Welche Rolle übernehmen Daten und KI im Entwicklungsprozess? Und was verändert sich, wenn künstliche Intelligenz stärker in Fahrzeugfunktionen und Systementscheidungen eingreift?
An eben jener Übergangsphase setzt der automotiveIT car.summit 2026 an. Unter dem Leitmotiv „Engineering meets IT“ rückt die Veranstaltung den Weg vom Software-Defined Vehicle zum AI-Defined Vehicle, kurz AIDV, in den Mittelpunkt. Am 19. und 20. November treffen sich im Hochhaus des Süddeutschen Verlags in München Verantwortliche aus Fahrzeugentwicklung, IT, Software, Daten, Plattformen und Connectivity.
automotiveIT car.summit 2026 auf einen Blick
Wann? 19. und 20. November 2026
Wo? Süddeutscher Verlag, München
Wer? Entscheider und Experten unter anderem von Audi, BMW, Mercedes-Benz, Hyundai, Cariad, Xiaomi, Bosch, Aumovio und Valeo.
Was? Zwei Tage zu Software-Defined Vehicle, AI-Defined Vehicle, Connectivity, DevOps, KI im Engineering und Connected Car.
Warum? Weil sich hier Strategie, Fahrzeugentwicklung, IT und Software treffen – inklusive Vorstellung der Connected Car Innovation Studie 2026 und der CCI Awards.
KI verändert die Fahrzeugentwicklung
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Nur auf den ersten Blick kein SDV: Das EDCar machte 2025 anschaulich, wie Material- und Lebenszyklusdaten die Kreislaufwirtschaft im Fahrzeugbau unterstützen können.Bettina Theisinger Fotodesign
Der erste Tag konzentriert sich auf Strategie, Softwarearchitekturen und Engineering. Audi, Mercedes-Benz und BMW zeigen, wie sich Softwareentwicklung, Fahrzeugarchitektur und Entwicklungsplattformen verändern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Software schneller entwickelt, getestet und über Fahrzeuggenerationen hinweg aktualisiert werden kann.
Auch KI zieht sich durch die Agenda. Hyundai beleuchtet, wie aus Software, Daten und künstlicher Intelligenz neue Produkterlebnisse entstehen können. Bosch, Aumovio und Valeo ergänzen die OEM-Perspektive mit Themen rund um Compute-Plattformen, Engineering-Anwendungen und softwarebasierte Fahrzeugfunktionen.
Wie stark KI inzwischen auch die Toolchain verändert, zeigen die Start-up-Pitches. Dabei geht es um die Analyse komplexer Softwaresysteme, standardisierte SDV-Ökosysteme und KI-Agenten, die Embedded-Code bauen, flashen, testen und debuggen sollen. Workshops zu autonomem Fahren, DevOps und Kollaboration ergänzen das Programm.
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Wie weit ist das SDV wirklich?
Am zweiten Tag rückt die Connected Car Innovation Studie 2026 in den Mittelpunkt. Für die gemeinsam mit Cisco erstellte Untersuchung wurden mehr als 2.500 Connected-Car-Innovationen aus den Jahren 2021 bis 2025 analysiert. Betrachtet werden Interfaces, Connectivity & Infotainment, Electric Vehicle Ecosystem sowie ADAS und autonomes Fahren.
Auch 2026 werden die CCI Awards verliehen und herausragende Innovationen rund um das vernetzte Fahrzeug ausgezeichnet.Bettina Theisinger Fotodesign
Neu ist die Connected Car Readiness. Sie bewertet 20 globale Automobilhersteller danach, wie gut ihre Voraussetzungen für die nächste Generation softwaredefinierter Fahrzeuge sind. Damit geht die Studie über eine reine Innovationsbilanz hinaus und liefert eine Standortbestimmung: Welche Hersteller sind bei Software, Vernetzung und digitalen Funktionen tatsächlich gut aufgestellt?
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Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management stellt die Ergebnisse vor. Im Anschluss werden die CCI Awards 2026 verliehen.
Fahrzeugplattformen und wo sie zu finden sind
Danach geht es wieder stärker um die Umsetzung. Cariad-CEO Peter Bosch bringt die Perspektive der Softwareorganisation des Volkswagen-Konzerns ein, Xiaomi Auto die eines Herstellers, der aus einem digitalen Ökosystem in die Autobranche gekommen ist. Auch Zeekr ist mit einer Keynote vertreten.
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Workshops zu Connectivity und Connected Car führen die Themen zusammen: Cloud-Anbindung, Datenflüsse, Updates und digitale Dienste werden ebenso Teil der Fahrzeugentwicklung wie klassische E/E-Architekturen. Der car.summit zeigt damit vor allem eines: Die nächste Entwicklungsstufe des Fahrzeugs entscheidet sich an den Schnittstellen zwischen Software, KI, Daten und Engineering.