| von Hilmar Dunker

Die Tatsache, dass Brose ein Familienunternehmen mit langfristiger Orientierung ist, hat uns sehr geholfen. Gesellschafter und Geschäftsführung verfolgen eine Strategie der ruhigen Hand. Sie setzen dabei auf Langfristigkeit und Stabilität – und  geben uns die Zeit, die wir brauchen, um uns auf unsere Stärken und unser Geschäft zu konzentrieren und die Krise auch als Chance zu nutzen.

Mit Einsetzen der Krise haben wir sehr schnell und konsequent entsprechende Weichenstellungen vorgenommen, um unsere Organisation den strukturellen und konjunkturellen Veränderungen in der Branche nachhaltig anzupassen. So haben wir an den deutschen Standorten Kurzarbeit eingeführt; in Nordamerika, wo uns dieses Mittel nicht zur Verfügung steht, haben wir beispielsweise befristete Betriebsruhen durchgeführt und Fertigungskapazitäten in bestehenden Werken konzentriert. Leider mussten wir auch einen Standort schließen. Um der massiven Unterauslastung zu begegnen, war es unumgänglich, weltweit 1500 Arbeitsplätze – zumeist Zeitarbeitsstellen – abzubauen. Aufgrund der einsetzenden Nachfrageerholung haben wir den Beschäftigungsstand im zweiten Halbjahr 2009 jedoch wieder nahezu ausgeglichen.

Lassen Sie uns über IT sprechen. Welche Aufgaben stehen dort auf der Agenda?

Zu unseren größten Herausforderungen zählte zuletzt die Integration der Elektromotorensparte von Continental. Wir haben kein komplettes Unternehmen erworben, sondern einen Geschäftsbereich herausgelöst, der für sich allein genommen nicht selbstständig betriebsfähig war. Deshalb mussten wir mit unseren Ressourcen all jene Funktionen schnell bereitstellen, die nicht Gegenstand der Akquisition waren. Dazu gehörten zum Beispiel Corporate Services wie die Lohn- und Gehaltsabrechnung oder Systeme zur betrieblichen Informationsversorgung über das Unternehmensportal. Unsere IT musste in sehr kurzer Zeit einen Anwenderzuwachs von 40 Prozent verkraften – und dies weitgehend, ohne zusätzliche Kapazitäten dauerhaft aufzubauen.

 

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Das Gespräch führten: Ralf Bretting und Hilmar Dunker für automotiveIT

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