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Auf rund 5.200 Quadratmetern soll in Wolfsburg ein Kompetenzzentrum für Leichtbauhybride entstehen. Bild: Wolfsburg AG

| von Yannick Tiedemann

Für die Entwicklung und Fertigung hybrider Leichtbaukomponenten beginnt noch in diesem Jahr der Bau der Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg. In dem als öffentlich-private Partnerschaft geplanten Forschungszentrum sollen industrielle und wirtschaftliche Partner künftig unter einem Dach zusammenarbeiten. Die Forschungsanlage wird von der TU Braunschweig mit ihrem Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (NFF) und einem eigens ins Leben gerufenen Verein betrieben. Der Bau soll Mitte 2016 abgeschlossen sein.

„Der Leichtbau ist eine der wichtigsten Zukunftstechnologien in der Automobilindustrie,“ sagt Werner Neubauer, Markenvorstand Volkswagen für den Geschäftsbereich Komponente und Vorsitzender des Beirates Open Hybrid LabFactory e.V. „Dabei geht es um den Kompetenzaufbau beim Einsatz innovativer Werkstoffe, um die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus dieser Produkte, und um intelligente Fertigungstechniken dafür.“ Für die Forschungsprojekte, die die Wertschöpfungskette von der Kohlenstofffaser bis zum Recycling berücksichtigen sollen, stehen nach Fertigstellung auf rund 5.200 Quadratmeter Nutzfläche Büros, ein dutzend Labore und ein sogenanntes Technikum zur Verfügung, das die für die Herstellung von Leichtbauhybriden notwendigen Anlagen beherbergt.

„Alle Partner bringen ihre Kompetenz in die gemeinsam genutzte Forschungsfabrik ein, um eine übergreifende Forschung zu ermöglichen und bisher nicht zugängliche Potentiale in der Materialentwicklung und im wirtschaftlichen Leichtbau zu heben“, sagt Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig. In der Open Hybrid LabFactory sollen rund 200 Mitarbeiter der Projektpartner und etwa 150 Studierende tätig sein. Gefördert wird das Forschungszentrum unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Land Niedersachsen, von der Stadt Wolfsburg und anderer Industriepartner mit insgesamt 100 Millionen Euro. Zudem investiert die Wolfsburg AG 30 Millionen Euro in die Baufertigstellung.

 

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