Bosch vor Übernahme von ProSyst
| von Yannick Polchow

Die Bosch Software Innovations GmbH plant den Vernetzungsspezialisten ProSyst zu kaufen. Nach Unternehmensangaben seien entsprechende Verträge zwischen der hundertprozentigen Bosch-Tochter und der Kölner Firma bereits unterzeichnet. Das auf die Vernetzung von Geräten im Internet der Dinge spezialisierte Unternehmen ProSyst beschäftigt derzeit 110 Mitarbeiter an den Standorten Köln und Sofia. Bisher stehe der Übernahme, für die von Unternehmensseite keine Kaufsumme genannt wurde, lediglich die Zustimmung durch die Kartellbehörden im Weg.

Mit dem Zukauf erweitert Bosch seine Vernetzungs-Expertise in den Bereichen Smart Home, Industrie 4.0 und Connected Mobility. ProSyst entwickelt hierfür Gateway-Software und Middleware für das Internet der Dinge und setzt dabei auf die Programmiersprache Java und auf die sogenannte OSGi-Technologie. Beides kommt beispielsweise in vernetzten Anwendungen im Smart Home oder in der industriellen Produktion zum Einsatz. Wenn die Software eines Geräts in der Programmiersprache Java geschrieben ist und sie mit der OSGi-Technologie kombiniert wird, könne sie automatisiert aus der Ferne installiert, gestoppt, aktualisiert und deinstalliert werden, ohne das Gerät dabei jedes Mal neu starten zu müssen. Dieser Fernzugriff werde häufig über Gateway-Software realisiert, die zudem sicherstelle, dass Geräte intelligent gesteuert werden können.