Sauer

Sauer: „Wir arbeiten daran, Produktion und IT immer weiter zu verschränken.“ Bild: Claus Dick

| von Werner Beutnagel

Dritter Sprecher des automotiveIT-Forums Produktion & Logistik 2017 ist der Automatisierungsexperte Olaf Sauer, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB).

Eine der Thesen des Wissenschaftlers: Es gibt keine Blaupause für die erfolgreiche Digitalisierung von Fertigung und Logistik. „Industrie 4.0 kann man nicht kaufen“, so Sauer. „Jedes Unternehmen muss seine eigene Roadmap entwickeln.“ Vielmehr liege eine Sammlung verschiedenster Technologien vor, mit deren Hilfe jedes Unternehmen die eigenen Anforderungen passgenau erfüllen müsse. Die Vision müsse es sei, Microservices zu einem effizienten End-to-End-System zusammenzuführen, wie Sauer anhand eines eigenen Projektes im MES-Bereich demonstriert. Der Weg gehe dabei von monolithischen Systemen zu Best-of-Breed-Ansätzen.

Unter anderem stellt Sauer das Fraunhofer-Projekt PLUGandWORK vor, in dessen Zentrum eine Selbstbeschreibung von Anlagenelementen mit standardisierten Informationen steht. „Wir brauchen für Industrie 4.0 unbedingt das Thema Semantik“, so Sauer hinsichtlich der notwendigen Standardisierung. Konkret realisiert habe dies das Fraunhofer-Projekt mit einer einem einheitlichen Kommunikationsserver zwischen unterschiedlichen Maschinendaten und Anwendungen auf höherer Ebene. Die erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 erfordere jedoch nicht nur die Kommunikation zwischen Maschinen, so Sauer, sondern auch zwischen Fachbereichen: Produktionstechniker und Informatiker müssten sich in diesem Zusammenhang deutlich stärker austauschen.

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