| von Stefan Grundhoff

Die Kombination Diesel und Elektromotor ist bei der Konkurrenz in den vergangenen Jahren weitgehend durchgefallen. Peugeot hat es versucht und auch Land Rover bei seinem Topmodell Range Rover - jeweils ohne großen Erfolg. Bei BMW oder im Volkswagen-Konzern hat man die Entwicklungen bereits vor etwaigen Markttests abgestellt. Hauptgrund war die überschaubare Verbrauchsersparnis bei den Dieselhybriden im Alltag, denn der Selbstzünder ist dort so effizient, dass ein Elektromotor auf langen Strecken nicht viel herausholen kann. Der zweite Grund sind die in der Produktion ohnehin teuren Dieselmotoren, die durch die Kombination mit einem Elektroaggregat nebst Akkumodul noch teurer für den Autohersteller werden, ohne dass der Kunde dies im Alltag besonders zu schätzen wissen würde.

Doch Mercedes hält an der Kombination aus Elektromotor und Dieseltriebwerk auch beim neuen C-Modell bis auf weiteres fest. So wird der zwei Liter große Commonrail-Diesel des Mercedes C 300 de PHEV mit seinen 147 kW / 200 PS / 400 Nm von einem Elektromotor unterstützt, der weitere 95 kW / 129 PS / 440 Nm beisteuert. Er soll die Anfahrschwäche des Diesels überspielen und beim Überholen für einen Boost sorgen. Das Elektromodul ist bei den Diesel- und Benzinerversionen der neuen Mercedes C-Klasse identisch, denn auch der C 300e Benziner mit seinen 150 kW / 204 PS / 320 Nm Drehmoment wird im Realbetrieb von jenen 95 kW / 129 PS und 440 Nm unterstützt. Der Normverbrauch liegt unter zwei Litern Kraftstoff.

Die elektrische Reichweite von jeweils rund 100 Kilometern soll dafür sorgen, dass die meisten Fahrten im Alltag ohne Zutun des Verbrenners erledigt werden können. Erst wenn der Akku mit seiner Kapazität von 25,4 kWh leer ist oder das Fahrprogramm es erfordert, springt der zwei Liter große Vierzylinder vom Typ M 254 ein und sorgt so für die bekannten Langstreckenqualitäten bei Limousine und Kombi der C-Klasse. Rein elektrisch sind die Modelle bis zu 140 km/h schnell. Das im Boden verbaute Batteriepaket des Schwaben lässt sich mit dem optionalen 55-kW-Lader in 30 Minuten wieder aufladen. Serienmäßig an Bord ist ein 11-kW-Lader für dreiphasiges Laden.

Mit den Einschränkungen im Laderaum muss man sich jedoch auch weiterhin bei den Modellen arrangieren. Jedoch ist die störende Kante im Ladeboden im Vergleich zum Vorgänger verschwunden und man kann größere Gegenstände problemlos durchladen. Das Gepäckvolumen beim Mercedes C-Klasse T-Modell stieg dadurch immerhin auf 360 Liter; bei umgeklappter Rückbank passen 1.375 Liter ins Fahrzeug. Luftfederung und Niveaulift sind für C-Klasse Limousine und Kombi serienmäßig. Auf Wunsch erstmals zu bekommen: eine Hinterachslenkung.

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