“Virtual reality holodeck” for faster product development

Audi-Entwickler überprüfen im virtuellen Raum neue Fahrzeugmodelle. Bild: Audi

| von Werner Beutnagel

Die virtuelle Technologie erzeugt eine begehbare, virtuelle Umgebung mit einem dreidimensionalen Abbild des Fahrzeugs. Dies ermöglicht Entwicklern und Produktionsexperten einen realistischen Gesamteindruck des neuen Modells und seiner Proportionen. Ziel der Anwendungen ist es, die Anzahl physischer Testmodelle zu reduzieren und somit Zeit und Kosten zu sparen.

In dem rund 225 Quadratmeter großen Raum lassen sich Prototypen von Fahrzeugen proportionsgetreu darstellen. Die mit Hilfe aktueller Konstruktionsdaten erstellten Modelle können sowohl von innen als auch von außen in Augenschein genommen werden. Bis zu sechs Personen können sich gleichzeitig um das virtuelle Fahrzeug bewegen.

„Mit dem VR Holodeck erhalten wir einen realitätsnahen Eindruck der Proportionen unserer künftigen Modelle. So können wir wichtige Entscheidungen schneller treffen“, sagt Martin Rademacher, Leiter des Projekts VR Holodeck bei Audi. Um einzelne Aspekte im Detail zu analysieren, kommt weiterhin eine zweidimensionale Darstellung zum Einsatz: „Diese bietet aktuell noch eine höhere Auflösung und eine bessere Qualität als die begehbare VR-Installation“, so Rademacher.

Profitieren soll vom Einsatz des Holodecks auch die Produktion bei Audi. Gemeinsam mit den Entwicklern bewerten entsprechende Experten den Gesamteindruck des Fahrzeugs und passen die Lage einzelner Linien und Fugen an. Diese Beurteilung stellt den letzten Schritt dar, bevor die für das Auto notwendigen Werkzeuge in die Produktion gehen. Bisher wurden hierfür fotorealistische 2D-Computergrafiken eingesetzt sowie handgefertigte physische Modelle, deren Aufbau kostspielig ist und zudem bis zu sechs Wochen dauert.

Die Einführung des gemeinsam mit der Medienagentur Lightshape entwickelten Konzepts in die Arbeitsprozesse Audis soll im Laufe des Jahres 2018 vorgenommen werden. Ziel der aktuellen Testphase ist auch, Möglichkeiten des Einsatzes in anderen Unternehmensbereichen auszuloten. So haben nach Aussage Audis bereits Produktionsplaner ganze Bandabschnitte im System virtuell dargestellt, um Abläufe zu visualisieren.

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