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Graphcores Kerninnovation ist ein Prozessor, der maschinelle Intelligenz trainieren kann. Bild: Bosch

| von Yannick Polchow

Insgesamt hat das Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich in der Serie-D-Fianzierungsrunde rund 200 Millionen US-Dollar frisches Kapital von Investoren einsammeln können. Damit kommt Graphcore jetzt auf einen Unternehmenswert von 1,7 Milliarden Dollar. Neben den beiden Konzernen aus der Auto-Welt hat sich unter anderem auch der Software-Riese Microsoft in die Reihe der Investoren gesellt.

Der 2016 gegründete Chiphersteller Graphcore hat einen neuartigen Prozessor, der Intelligent Processing Unit (IPU), mit entsprechender Software für KI und maschineller Intelligenz entwickelt. Der Prozessor soll speziell auf das Training und die Ausführung von maschineller Intelligenz ausgelegt sein. Dabei erreicht er laut Unternehmensangaben Geschwindigkeiten, die zehn- bis hundertmal höher sind als bei aktueller Hardware. 

„Graphcore läutet mit seiner Technologie einen Paradigmenwechsel bei KI für Cloud- und Edge-Computing ein. Die hocheffiziente IPU-Technologie kann KI-basierte Produkte wie autonome Fahrzeuge oder Sicherheitssysteme deutlich verbessern“, erklärt Hongquan Jiang, Investmentpartner bei Robert Bosch Venture Capital GmbH (RBVC) und Verwaltungsrat-Mitglied von Graphcore.

Bosch investierte bereits in der Serie-A-Finanzierungsrunde im Jahr 2016 in Graphcore, das mittlerweile über 300 Millionen US-Dollar bei Investoren einsammeln konnte. BMW ist neben Microsoft zum ersten Mal im Reigen der strategischen Investoren dabei.

Mit dem neuen Kapital wolle Graphcore nun die Produktion merklich hochfahren, neue Mitarbeiter einstellen sowie neue Standorte in China und Taiwan eröffnen, heißt es aus Bristol.