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| von Werner Beutnagel

Gerd Friedrich: Bosch ist seit Jahrzehnten Innovationstreiber in vielen seiner Geschäftsfelder. Dazu zählen unter anderem der Automotive-Sektor wie auch Powertools und andere Bereiche. Dennoch wissen wir, dass wir das Innovationspotenzial unser Mitarbeiter weltweit noch nicht optimal nutzen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen und erfolgreich an der Spitze zu bleiben.

Was muss geschehen?

Ich sehe diesbezüglich zwei Ansätze: auf der einen Seite verbesserte IT-Tools zur Vernetzung unserer Mitarbeiter rund um den Globus, auf der anderen Seite die Änderung des Mindsets. Bisher standen die Fähigkeiten und die Kompetenz der einzelnen Mitarbeiter im Vordergrund. Bestrebungen, das Wissen zu teilen, waren bisher nicht wirklich erfolgreich. Aber mit den jungen Mitarbeitern kommt jetzt eine Generation in die Unternehmen, die nach dem Prinzip lebt: We believe in the power of a network. Zusammen mit den Social-Media-Tools schafft das einen neuen Ansatz. Deswegen haben wir auch bei Bosch vor zwei Jahren ein Projekt zum Thema Enterprise 2.0 aufgelegt.

Können Sie uns das etwas erläutern?

Ein wesentliches Element ist die globale Social-Media-Plattform „Bosch Connect“, die wir in diesem Rahmen weltweit ausgerollt haben. Über 240 000 Mitarbeiter nutzen inzwischen diese Plattform – 85 000 täglich zur Kommunikation, Kollaboration und Ideenfindung. Wir optimieren mit dieser Plattform inzwischen auch Prozesse. Beispielsweise erstellen wir in der IT unsere bisherigen Monatsberichte interaktiv über Bosch Connect. Jeder kann die Ergebnisse online einsehen und auch kommentieren, weil wir ganz bewusst auf Transparenz setzen. Der wesentliche Vorteil für uns: Jeder der 3500 Mitarbeiter in der IT verfügt am Ende des Tages über dieselbe Wissensbasis und sie müssen keine Berichte mehr konsolidieren.

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Das Interview führten: Ralf Bretting und Hilmar Dunker
Bilder: Claus Dick

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