„Audi myMate“ soll den Mitarbeiter eintönige Arbeiten am PC abnehmen, damit diese sich komplexeren Aufgaben zuwenden können

„Audi myMate“ soll den Mitarbeiter eintönige Arbeiten am PC abnehmen, damit diese sich komplexeren Aufgaben zuwenden können. Bild: Audi

| von Fabian Pertschy

Eintönige Tätigkeiten am PC-Arbeitsplatz werden bei Audi künftig von Bots übernommen. Dadurch sollen die Mitarbeiter entlastet werden, sodass sie sich auf komplexe und wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können. Im vergangenen Jahr hat der Autobauer aus Ingolstadt hierfür Entwicklungskompetenzen im Bereich Robotic Process Automation (RPA) aufgebaut. Mitte 2019 gründete die IT des Unternehmens ein Center of Excellence, das die zentrale Plattform für RPA bereitstellt.

Der digitale Assistent „Audi myMate“ automatisiert etwa Aufgaben wie Dateneingaben oder das Erstellen von standardisierten Berichten. „Wir gestalten durch Bots unsere Prozesse effizienter und schneller und geben gleichzeitig unseren Mitarbeitern mehr Freiraum für spannendere Aufgaben – eine Win-Win-Situation für alle“, erklärt Bernd Martens, Vorstand für Beschaffung und IT, die Vorzüge des digitalen Robotersystems.

Nach einer Pilotphase ist der erste virtuelle Roboter seit August 2019 im Einsatz. In der Anlagenbuchhaltung legt er seither Investitionsgüter im System an und verbucht diese. Die zuständigen Mitarbeiter können dadurch etwa die erfassten Daten tiefergehend analysieren. Derzeit sind bereits mehrere Bots im Einsatz, deren Zahl kontinuierlich steigen soll. Ab 2020 will Audi diese teilweise mit Künstlicher Intelligenz ausstatten.

Auf der Desktop-Oberfläche imitieren die Software-Roboter einen menschlichen Mitarbeiter: Sie haben eine eigene Identität, zum Beispiel als SAP-User, und arbeiten in einer virtuellen Umgebung. RPA eignet sich bisher für alle Prozesse, bei denen Entscheidungen anhand klarer „Wenn-Dann“-Regeln getroffen werden.

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