Frau an laptop

Home-Office in gesundheitsgefährdenden Situationen: Drei Viertel der deutschen Angestellten liebäugeln mit Home-Office und digitalen Lösungen. 58 Prozent wünschen sich dies ausdrücklich.

| von Götz Fuchslocher

17,4 Prozent seien unentschieden, 24,6 Prozent möchten nicht im Home-Office arbeiten. Laut der Studie erwarten 66,1 Prozent der Angestellten von ihrem Arbeitgeber, entsprechende digitale Lösungen anzubieten.

Die Mehrheit der Arbeitgeber sei dazu auch in der Lage: Von den mehr als 1.000 Befragten gaben dies der Studie zufolge 54,3 Prozent an. Bei 45,7 Prozent seien die Arbeitgeber hierzu aber noch nicht bereit. Wie Marco Junk, Geschäftsführer des BVDW, sagt, gehen viele Angestellte Tätigkeiten nach, die mit entsprechenden digitalen Lösungen problemlos auch von zu Hause aus erledigt werden könnten. Arbeitgeber könnten jetzt Verantwortung dort zeigen, wo es technisch möglich sei, um das Risiko der Ausbreitung des Corona-Virus weiter einzuschränken. „Vielleicht führt uns diese Krise in Deutschland endlich dazu, die Digitalisierung der Arbeitswelt ernsthaft zu betreiben“, so Junk. Der Digitalverband BVDW habe bereits in der Vergangenheit mehrfach dazu aufgerufen, entsprechende gesetzliche Regelungen für mehr Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen. Auch zu Beginn dieses Monats habe der BVDW gemeinsam mit Partnerverbänden erneut eine Novellierung des Arbeitszeitgesetzes gefordert.

Wie der Verband weiter mitteilt, spiele die Größe des Arbeitgebers eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Erwartungen der Arbeitnehmer. Denn 80 Prozent der Angestellten aus Großunternehmen würden von ihrem Arbeitgeber erwarten, dass er ihnen in gesundheitsgefährdenden Zeiten eine Home-Office-Lösung anbiete. Bei den mittleren Unternehmen seien es nur 67,7 und bei den kleinen Unternehmen 58,1 Prozent. Rund die Hälfte der Angestellten aus kleinen Unternehmen (50,3 Prozent) glaube, dass ihr Arbeitgeber technisch dazu in der Lage sei, Home-Office anzubieten, so der BVDW. Bei den Angestellten aus großen Unternehmen seien dies hingegen 68,9 Prozent.