Frau an Laptop

Die Mehrheit der Deutschen kommt im Home Office gut zurecht. Vor allem jüngere Mitarbeiter haben jedoch Probleme.

| von Götz Fuchslocher

Gefragt wurden Beschäftigte, die derzeit im Home-Office tätig sind, wie für sie das Arbeiten zu Hause funktioniert. Danach kommen rund 60 Prozent aller Mitarbeitenden im Homeoffice gut klar, 17,5 Prozent eher schlecht und 10,3 Prozent sehr schlecht.

Laut TÜV Rheinland sind bei der Umstellung auf die Arbeit zu Hause neben technischen oder räumlichen Voraussetzungen Fragen der Arbeitsorganisation dringend zu berücksichtigen. Kinder im Haushalt haben demnach Einfluss auf die Arbeitsqualität im Homeoffice: 53 Prozent mit Kindern hätten im Rahmen der Umfrage angegeben, zu Hause gut arbeiten zu können. Sind keine Kinder im Haushalt steigt diese Quote auf 62,2 Prozent. Bemerkenswert sind laut TÜV Rheinland die Ergebnisse der aktuellen Umfrage bezogen auf die Altersstruktur der Menschen, die im Home-Office arbeiten: Rund 67 Prozent der über 50-Jährigen geben an, gut zu Hause arbeiten zu können. Bei den 18- bis 29-Jährigen seien es dagegen nur 30,1 Prozent –  obwohl man gerade bei den Jüngeren eine deutlich höhere Affinität zu moderner Kommunikationstechnik vermuten könne.

Offenbar seien andere Aspekte wichtiger, beispielsweise die Rolle der Jüngeren im Arbeitsleben. Jüngeren Menschen fehle es an Erfahrung im Umgang mit ungewohnten und schwierigen Situationen, konstatiert Iris Dohmen, Psychologin bei TÜV Rheinland. Zudem nehme die Fähigkeit, seine Arbeit selbst zu organisieren, im Lauf der Berufstätigkeit zu. Bei jüngeren Mitarbeitenden seien der Wunsch und die Erfordernisse nach Feedback deutlich stärker ausgeprägt. Zudem sei der Austausch im Team sehr wichtig, um den Teamspirit hoch zu halten, so die Psychologin.