Agile Methoden bleiben die Ausnahme

Agile Methoden kommen nur in einer Minderheit der deutschen Unternehmen zum Einsatz. Bild: Volkswagen

| von Werner Beutnagel

Die Gründe dafür seien einerseits in veralteter Infrastruktur zu suchen: 71 Prozent der Befragten geben an, dass die Infrastruktur, die sie beim Antritt ihrer Stelle vorfanden, ihre Arbeit erschwert. Andererseits wird die IT oft aber auch nicht genügend von der Unternehmensführung unterstützt. 54 Prozent der CIOs wünschen sich beispielsweise mehr Risikofreude bei technologischen Investitionen. Jeder dritte IT-Verantwortliche sieht zudem die Zukunft der eigenen Firma dadurch gefährdet, dass die Technologie nicht zuverlässig funktioniert.

„Natürlich benötigt man für moderne Arbeitsweisen auch moderne Technik und andere Tools als vor 20 Jahren. Doch damit ist es nicht getan. Nur die Arbeitsmittel auszutauschen ändert noch nicht zwangsläufig die Arbeitsweisen. Unternehmen, die wirklich agil werden wollen, müssen auch bei ihrer Kultur ansetzen. Alte Strukturen und starre Hierarchien, die Innovationen verhindern, sollten überdacht werden“, kommentiert Oliver Ebel, Area Vice President für die Dach-Region von Citrix.

39 Prozent der befragten CIOs sind der Meinung, dass die Technologie in ihrem Unternehmen an sich gut funktioniere, aber nicht richtig genutzt werde. 21 Prozent beklagen die langwierige und komplexe Entscheidungsfindung als Problem bei der Modernisierung. Ein Fünftel der CIOs muss nach eigener Aussage zudem so viele operative Aufgaben wahrnehmen, dass sie ihrer eigentlichen Rolle nicht gerecht werden können.

Obwohl mit 81 Prozent die große Mehrheit der Befragten angibt, dass in ihrem Unternehmen die IT als Förderer neuer Geschäftsmöglichkeiten gelte, sagen 64 Prozent auch, dass ihre Abteilung im Unternehmen als Kostenstelle wahrgenommen werde.