Autobranche steht Digitalisierung offen gegenüber

Eine überwiegende Mehrheit der Autobranche steht der Digitalisierung offen gegenüber, viele Unternehmen bauen auch bei der Umsetzung schon Tempo auf. Bild: Volkswagen

| von Werner Beutnagel

Zudem lässt die Branche den Worten auch Taten folgen: 41 Prozent der Auto-Unternehmen nutzten bereits additive Fertigung (2017: 22 Prozent), mehr als die Hälfte setze zudem Big Data und Analytics ein, 17 Prozent Virtual oder Augmented Reality, so die Studienautoren. Mit 22 Prozent ist laut Studie der Anteil der Unternehmen, die künstliche Intelligenz einsetzen, in der Autobranche doppelt so hoch wie im branchenübergreifenden Durchschnitt.

Gleichzeitig bemühen sich die Unternehmen um den Aufbau von neuen Kompetenzen: Jeweils rund ein Fünftel der Firmen hätten bereits Stellen geschaffen für Anwendungsentwickler oder IT-Integrationsmanager. Auf der Suche nach Spezialisten für KI sind der Studie zufolge zwölf Prozent. Am gefragtesten scheinen hingegen IT-Sicherheitsberater zu sein: Zwei von fünf Automotive-Unternehmen möchten hier neue Jobs schaffen.

„Beim Einsatz neuer Technologien liegt die Branche vorne“, sagt Santu Mandal, Head – Manufacturing Business Unit bei TCS in Deutschland. „Potenzial besteht in einer besseren bereichsübergreifenden Koordination. Die Unternehmen brauchen Zeit, um sich strukturell und personell einzustellen.“ So habe bisher jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) einen Digitalverantwortlichen, jedes dritte (36 Prozent) verfüge über eigenständige Digitalisierungseinheiten – ein gesamtwirtschaftlich betrachtet durchschnittlicher Wert, so die Autoren.