Startup-Mitarbeiter

Unternehmen in Deutschland sind mit dem Grad der digitalen Transformation im eigenen Unternehmen nicht zufrieden.

| von Werner Beutnagel

So vergeben Geschäftsführer und Vorstände für den Stand der Digitalisierung im eigenen Unternehmen im Durchschnitt nur die Schulnote „befriedigend“, Mittelständler bewerten sich selbst lediglich mit „ausreichend“. Zugleich sehen nur noch 22 Prozent die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung in der Spitzengruppe, vor einem Jahr waren es noch 26 Prozent.

„Die Coronakrise hat uns die Bedeutung digitaler Technologien für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sehr klar vor Augen geführt. Die Krise ist ein Weckruf, die Digitalisierung nun massiv voranzutreiben“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir haben uns in der Vergangenheit zu viel Zeit bei der Digitalisierung gelassen. Das Motto des ‚Weiter so‘ gilt nicht mehr. Jetzt heißt es, digitale Infrastruktur aufzubauen, Geschäftsprozesse umfassend zu digitalisieren und neue, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln.“

Die Digitalisierung wird dabei in der Breite der deutschen Wirtschaft positiv gesehen. Neun von zehn Unternehmen sehen sie eher als Chance, nur fünf Prozent als Risiko. Rund jedes dritte Unternehmen gibt zwar an, Probleme zu haben, die Digitalisierung zu bewältigen. Jedoch ist der Anteil der Unternehmen, die die eigene Existenz als gefährdet betrachten, binnen zwei Jahren von 24 auf zehn Prozent gesunken.

In Folge der Digitalisierung bringen sechs von zehn Unternehmen neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt. Drei Viertel passen bestehende Lösungen an, jedes zweite Unternehmen nimmt Produkte oder Services vom Markt.

Als größte Hürden für die Digitalisierung gelten den Befragten zufolge die Anforderungen an den Datenschutz (79 Prozent), die Anforderungen an technische Sicherheit (63 Prozent) sowie fehlende Fachkräfte (55 Prozent).  Mit deutlichem Abstand folgen Zeitmangel im Alltagsgeschäft (33 Prozent), fehlende finanzielle Mittel (25 Prozent) und das Fehlen marktfähiger Lösungen (18 Prozent).

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