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Zwischen Management und Belegschaft klafft oftmals eine Lücke hinsichtlich der Zufriedenheit mit digitalen Lösungen, so eine PwC-Studie.

| von Werner Beutnagel

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Demnach sind durchschnittlich rund 90 Prozent der Führungskräfte aber nur 68 Prozent aller Beschäftigten mit der Funktionsweise digitaler Lösungen und deren Beitrag zur Optimierung von Prozessen zufrieden. In Deutschland sind lediglich 55 Prozent der befragten Mitarbeiter der Ansicht, neu eingeführte Technologien in ihrem Unternehmen erleichterten ihre Arbeit und steigerten die Qualität.

Mehr als 70 Prozent der Mitarbeiter wissen hingegen nach eigener Aussage genau, welche Anwendungen zu mehr Qualität und Effizienz der eigenen Arbeit beitragen würde. Unter anderem sind nur 60 Prozent mit vorhandenen Angeboten bei mobilen Arbeitsformen zufrieden. Lediglich 47 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind zufrieden mit den digitalen Fortbildungsangeboten des eigenen Arbeitgebers. Mitarbeiter in Deutschland und Großbritannien möchten sich im Schnitt 10 Stunden pro Monat digital weiterbilden, um für die anstehenden Veränderungen gewappnet zu sein – verglichen zu 20 Stunden in China und Hongkong sowie 24 Stunden in Indien.

Knapp die Hälfte der Mitarbeiter in Deutschland ist der Ansicht, digitale Technologien beeinträchtigten die zwischenmenschlichen Beziehungen unter Kollegen. Mehr als 60 Prozent bevorzugen weiterhin das persönliche Gespräch für Personalfragen, 58 Prozent kommunizieren lieber persönlich untereinander als über digitale Kanäle. Auch dem derzeitigen Top-Thema KI stehen die Arbeitnehmer eher skeptisch gegenüber: Nur rund ein Drittel zeigt sich überzeugt, künstliche Intelligenz trage zu einer Verbesserung der Arbeitswelt bei. Gleichzeitig wachsen die Befürchtungen, KI könne zum Abbau von Jobs führen.