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Eine aktuelle Studie des ITK-Verbandes Bitkom scheint derzeit das geflügelte Wort "Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts" zu bestätigen.

| von Werner Beutnagel

Zu diesem Ergebnis kommt eine branchenübergreifende Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. In neun von zehn Firmen herrscht demnach die Meinung, dass die Datennutzung innerhalb der nächsten zwei Jahre noch an Bedeutung gewinnen wird. „Nur wer über Daten verfügt und sie vernünftig nutzt, wird künftig wirtschaftlich erfolgreich sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Rechtliche Vorgaben beim Datenschutz und im Kartellrecht müssen so gestaltet sein, dass innovative Geschäftsmodelle auch Luft zur Entwicklung haben.“

Eine große Mehrheit der Unternehmen sammelt oder analysiert der Studie zufolge digitale Informationen, nur acht Prozent verzichten komplett darauf. Allerdings kommen entsprechende Daten in der Regel nur für simple Auswertungen zum Einsatz. So sammeln, analysieren und nutzen drei Viertel (74 Prozent) der Unternehmen Daten zur Unterstützung beim Personaleinsatz, zwei Drittel (64 Prozent) zur Finanzplanung und Liquiditätssteuerung. Aber nur eine Minderheit von 27 Prozent setzt auf Daten zur vorbeugenden Wartung und nur 15 Prozent für Simulationen von Betriebsabläufen oder Modellrechnungen, um Anpassungsprozesse voranzutreiben. Rund die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) sammelt, analysiert und nutzt Daten zur Einschätzung der Bestandskunden, aber nur 35 Prozent versuchen auf diese Weise neue Kunden zu gewinnen. Gerade einmal 18 Prozent setzen die Daten ein, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, nur 12 Prozent entwickeln datengetriebene neue Geschäftsmodelle. „Unternehmen sollten nicht nur dort auf Daten setzen, wo man es schon immer getan hat oder wo es naheliegt. Wir brauchen eine Kultur der Datennutzung in allen Unternehmensbereichen“, so Berg.

Um die Nutzung von Daten im eigenen Unternehmen zu erleichtern, schlagen die Befragten vor allem Unternehmenskooperationen (48 Prozent) und Open Data-Ansätze (42 Prozent) vor. Jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) würde sich den Aufbau eines europäischen Daten-Ökosystems wünschen, knapp jedes fünfte (18 Prozent) den Ausbau und die Förderung von Datenmärkten. 16 Prozent plädieren für die Einrichtung treuhänderisch gemanagter Datenpools. Schlusslicht bei unterstützenden Maßnahmen ist die Einführung eines gesetzlich abgesicherten Anspruchs auf Zugang zu Daten anderer Unternehmen, die nur von 13 Prozent der Firmen befürwortet wird.

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