DaimlerWerk-Sindelfingen

Daimler lässt sich die Modernisierung des Standorts Sindelfingen einen Milliardenbetrag kosten. Bild: Daimler

| von Werner Beutnagel

Daimler investiert bis zum Jahr 2020 rund 1,5 Milliarden Euro in das Mercedes-Benz-Werk am Standort Sindelfingen. Ziel der Maßnahme ist die Modernisierung des Werkes sowie die Fertigung eines neuen Fahrzeugs. Gleichzeitig waren mit dem Betriebsrat Einsparungen in dreistelliger-Millionenhöhe über mehrere Jahre vereinbart worden.

„Mit den zugesagten Investitionen stellen wir die Produktion in Sindelfingen auf ein neues und wettbewerbsfähiges Fundament.“, so Werksleiter Willi Reiss. Zu den Kernprojekten zähle unter anderem die Errichtung eines neuen Rohbaus, einer Lackiererei sowie einer Montagehalle für die neue Generation der E-Klasse und deren Nachfolger. Ebenfalls für die E-Klasse solle zudem ein Logistikzentrum am größten Produktionsstandort von Mercedes-Benz Pkw entstehen. Der Ein- und Ausgang von Waren werde hierbei von Dienstleistern und Lieferanten übernommen, so das Unternehmen, die Versorgung der Montagebänder werde jedoch weiterhin durch eigene Kräfte sichergestellt.

Um die Flexibilität des Werks Sindelfingen weiter zu erhöhen, werde man zudem Neuerungen bei Arbeitszeitkonten einführen: Geleistete Mehrarbeit werde je zur Hälfte auf das „individuelle Konto“ des Mitarbeiters sowie das „kollektive Konto“ angerechnet. Während über das erste Kontingent individuell bestimmt werden dürfe, könne das „kollektive Konto“ vom Unternehmen gesteuert werden, um Produktionsschichten flexibler zu steuern. „Der Betriebsrat hat in die Vereinbarung konstruktive Vorschläge zu alternativen Arbeitszeitmodellen eingebracht“, sagt der Betriebsratsvorsitzende des Standorts, Ergun Lümali. „Wir haben gemeinsam Konzepte entwickelt, die sowohl für die Beschäftigten als auch für das Unternehmen mehr Flexibilität bedeuten. Eine reguläre Arbeitszeit an Samstagen kommt für uns dabei auch weiterhin nicht in Frage.“

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