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Das Fraunhofer IFF will Unternehmen beim digitalen Wandel helfen. Bild: Fraunhofer IFF

| von Yannick Polchow

Immer mehr Unternehmen passen derzeit ihre Prozesse auf die Herausforderungen der digitalen Transformation an oder planen dies zumindest. Auch die Logistik bleibt von diesen Umwälzungen nicht verschont. Doch nicht immer wissen die Unternehmen, welche Maßnahmen zielführend und vor allem wirtschaftlich sind. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF will nun ein Verfahren entwickelt haben, das solchen Problemen Abhilfe schaffen könnte.

Auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin will das Institut der Öffentlichkeit den sogenannten „Industrie-4.0.CheckUp“ präsentieren, mit dem die Digitalisierungspotenziale von Unternehmen systematisch analysiert und effektive Maßnahmen individuell geplant werden können sollen, heißt es.

„Neben der sukzessiven Entwicklung und Integration von 4.0-Technologien in die Unternehmenswelt müssen wir auch lernen, an welcher Stelle ihr Einsatz tatsächlich wertschöpfend ist und wo vielleicht nicht“, sagt Professor Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer IFF. Er mahnt: „Die Digitalisierung der Produktions- und Logistikwelt ist die Zukunft. Aber der Beratungsbedarf der Unternehmen ist enorm. Denn es gibt keine 4.0-Lösungen von der Stange, sondern stets individuelle Lösungen.“

Der Test auf Basis eines Reifegradmodells mache schrittweise deutlich, auf welcher Stufe von Industrie 4.0 sich ein Unternehmen befindet, so das Institut. Mit Blick auf die individuellen Rahmenbedingungen sollen so einzelne Schritte geplant und die Auswirklungen von Maßnahmen auf bestimmte Prozesse simuliert werden. „Am Ende steht das Ziel einer möglichst prozessübergreifenden Digitalisierung und Vernetzung, die auch die Unternehmenspartner mit einbezieht“, so Schenk.