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Mit Hilfe von Drohnenflügen macht Seat die Logistik am Standort Martorell schneller und flexibler. Bild: Seat

| von Werner Beutnagel

In der Testphase planen Seat und Sesé mehrere Drohnenflüge pro Tag, per Luftpost werden vor allem Lenkräder und Airbags befördert. Eine Überwachung des Systems findet durch die spanishce Agentur für Flugsicherheit (AESA) statt.

Durch die neue Form der Logistik lasse sich die Flexibilität der Produktionslinien enorm steigern, so die spanische Volkswagen-Tochter. Die Fluggeräte legen die zwei Kilometer lange Strecke, die die beiden teilnehmenden Standorte trennt, in rund 15 Minuten zurück, eine Anlieferung benötigter Fahrzeugteile per LKW brauche dagegen rund 90 Minuten.

„Mit dem heutigen Drohnenflug machen wir den ersten Schritt in der Transformation der Lieferketten. Wir sind davon überzeugt, dass die Auslieferung per Drohne die Logistikbranche revolutionieren wird“, kommentiert Christian Vollmer, Vorstand für Produktion und Logistik bei Seat. „Allein bei Seat wird sich die Lieferzeit beispielsweise um 80 Prozent verkürzen. Mit dieser Innovation treiben wir die Industrie 4.0 voran und werden effizienter, agiler, wettbewerbsfähiger – und vor allem nachhaltiger.”

Die Materiallieferung per Drohne ist Teil eines umfassenden Transformationsprozesses am spanischen Seat-Werk: Mit verschiedenen Digital-Maßnahmen sollen hier Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit des Werkes erhöht werden. Unter anderem kommen hierbei Simulations-Werkzeuge, Smart-Picking-Lösungen und autonome Navigationssysteme zum Einsatz. Für die Transformation des Standortes war Seat auch im Rahmen des automotive production summit 2019 mit dem Production Transformation Award ausgezeichnet worden.