Neue Mobilitaet

Die Zukunft der Mobilität birgt Chancen und Risiken für Hersteller und Zulieferer. Bild: BMW/Daimler

| von Fabian Pertschy

Die zunehmende Technologieintegration sowie zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Mobility-as-a-Service (MaaS) führen zu einer Neupositionierung der Hersteller und Zulieferer und machen sie teilweise zu Konkurrenten. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Studie der Strategieberatung Strategy&.

„Um die Einbußen aus dem klassischen Abverkauf auszugleichen, müssen Autohersteller und Zulieferer verstärkt auf MaaS-Modelle setzen. Im Moment sind allerdings die wenigsten Angebote preislich konkurrenzfähig zum privaten Pkw und gleichzeitig für den Anbieter auch profitabel. Wir gehen davon aus, dass der Markt unter wenigen globalen Playern aufgeteilt wird, während sich auf lokaler Ebene zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen mit spezialisierten Angeboten bieten werden“, erläutert Jonas Seyfferth, Studienautor und Director bei Strategy& Deutschland.

Das Marktvolumen alternativer Mobilitätsdienste in Europa, den USA und China schätzen die Analysten bis 2030 auf 1,2 Billionen US-Dollar. 393 Milliarden US-Dollar entfallen dabei auf den europäischen Markt. Auch Connected Services bergen neue Potentiale in den drei untersuchten Regionen: Dank Standards auf 5G-Basis seien gemäß der Studie 81 Milliarden US-Dollar – davon knapp 16 Milliarden im europäischen Markt – zu erwirtschaften. Bereits 2025 werden rund 30 Prozent aller vernetzten Fahrzeuge in Europa 5G-fähig sein. 2030 sollen es gar 70 Prozent sein.

Regulatorische Maßnahmen lassen der Studie zufolge den Anteil vernetzter, autonomer und elektrischer Fahrzeuge in Europa und China weiter ansteigen. Die Harmonisierung von Vernetzungsstandards, die Einführung verpflichtender Sicherheitsfeatures in Neuwagen, steuerliche Anreize und striktere CO²-Vorgaben beschleunigen diesen Wandel. 2030 werden elektrische Fahrzeuge demnach rund 40 Prozent der europäischen und gut 45 Prozent der chinesischen Neuwagenzulassungen ausmachen. In den USA ist der prognostizierte Anteil von 35 Prozent etwas niedriger. Der flächendeckende Roll-Out von autonomen Fahrzeuge wird sich laut den Autoren der Studie allerdings noch verzögern. Vollautonome Kleinbusse, Robo-Taxis und private autonome Pkw werden ohne Einschränkungen frühestens ab 2029 auf den Straßen unterwegs sein und in Europa rund ein Viertel, in China 20 Prozent und in den USA 10 Prozent ausmachen.

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