Shortlist steht fest              

Jetzt zählt Ihre Stimme bei den IT Team Awards!

Welche IT-Projekte setzen die stärksten Impulse für die Autobranche? Die Finalisten der IT Team Awards 2026, die am 14. Oktober auf dem automotiveIT Kongress in Ingolstadt verliehen werden, stehen fest. Welches Team ist Ihr Favorit?

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Gruppenfoto der Gewinnerinnen und Gewinner  der automotiveIT IT Team Awards 2025 auf der Bühne vor einer roten Award-Leinwand.
Das waren die Gewinner des automotiveIT Team Awards 2025. In diesem Jahr werden die Sieger am 14. Oktober in Ingolstadt bekannt gegeben.

Von der Modernisierung gewachsener IT-Landschaften über KI-gestützten Aftersales bis hin zu neuen Ansätzen für Software-Defined Vehicles: Die Finalisten der IT Team Awards 2026 decken ein breites Spektrum der automobilen IT ab. In diesem Jahr hat automotiveIT das Konzept der Awards weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen Projekte und Initiativen mit messbarem Business Impact, innovativen technologischen Ansätzen und nachhaltigen organisatorischen Veränderungen.

Die Auszeichnungen werden in drei Kategorien vergeben: „Enterprise Excellence“, „Ecosystem Excellence“ und „Emerging Innovation“. Die Gesamtwertung setzt sich zu 60 Prozent aus der Bewertung der Fachjury und zu 40 Prozent aus dem Community-Voting zusammen. Wer in diesem Jahr ins Rennen um die IT Team Awards geht und mit welchen Projekten die nominierten Teams überzeugen wollen, zeigt der folgende Überblick über die Shortlist 2026.

Enterprise Excellence: 

Der Enterprise Excellence Award zeichnet Teams von Automobilherstellern und Tier-1-Zulieferern aus, die IT als strategischen Wertschöpfungsfaktor im Unternehmen etablieren. Aufgrund von Punktgleichheit der Drittplatzierten in der Jury-Abstimmung haben es gleich vier Projekte auf die Shortlist geschafft.

1. MANN+HUMMEL: LEAP/S

Mit LEAP/S – Lean Enterprise and Advanced Processes hat MANN+HUMMEL eine seit 1988 gewachsene SAP-Landschaft grundlegend modernisiert. Im Zuge der Umstellung auf S/4HANA wurden an einem einzigen Wochenende rund 35 Milliarden Datensätze innerhalb von 42 Stunden migriert und neun End-to-End-Prozesse harmonisiert.

Gleichzeitig sank die Datenbankgröße von 6,9 auf 2,9 Terabyte. Mehr als 10.000 Anwender arbeiten heute auf der neuen Plattform. Ergänzt wird die technische Transformation durch eine permanente Business-Process-Management-Organisation, die kontinuierliche, datenbasierte Verbesserungen vorantreiben soll.

2. Audi: EdgeCloud4Production

Audi will mit EdgeCloud4Production (EC4P) die bislang stark hardwarezentrierte Shopfloor-IT schrittweise durch eine softwaredefinierte und virtualisierte Infrastruktur ersetzen. Produktionsanwendungen wie virtuelle SPSen, Bedienplätze, Werkerführungssysteme oder Prüfstände können dabei als virtuelle Workloads auf einer zentralen Edge-Cloud-Plattform betrieben werden.

Die Konsolidierung soll Hardwareaufwand, Energieverbrauch, Kosten und Komplexität reduzieren und gleichzeitig schnellere Rollouts sowie flexiblere Anpassungen von Fertigungslinien ermöglichen. Damit bildet EC4P einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur „Software-Driven Factory“.

3. ZF Aftermarket: CorExpedia

Mit CorExpedia digitalisiert ZF Aftermarket die Rückgabe gebrauchter Fahrzeugteile für die Wiederaufarbeitung. Autorisierte Partner können über die globale Plattform Rücksendungen anlegen, Sendungen verfolgen, Altteilbestände verwalten und Erstattungen nachvollziehen.

Das Projekt verbindet dabei Digitalisierung mit Kreislaufwirtschaft: Wiederaufarbeitung und Wiederverwendung verlängern den Lebenszyklus von Komponenten und reduzieren den Ressourcenbedarf. Gleichzeitig soll die standardisierte Plattform administrative Aufwände senken und für mehr Transparenz im Rückgabeprozess sorgen.

4. Volkswagen Group Info Services: Group-wide EU Data Act Portal

Die Volkswagen Group Info Services AG hat mit dem Group-wide EU Data Act Portal einen konzernweit standardisierten Zugang zu produktgenerierten Daten geschaffen. Hintergrund sind unter anderem die Anforderungen des EU Data Act und die bislang fragmentierten Datenzugriffe über Marken und Systeme hinweg.

Endnutzer und berechtigte Drittparteien erhalten über die Plattform einen transparenten und kontrollierten Zugang zu Fahrzeug-, Wallbox- und Ladedaten. Datenzugriff, Datencluster und Governance werden dabei in einer skalierbaren Lösung gebündelt. Zugleich entsteht eine Grundlage für neue datengetriebene Services.

Ecosystem Excellence: 

Beim Ecosystem Excellence Award stehen Technologiepartner und gemischte Teams im Mittelpunkt, deren Lösungen OEMs und Zulieferer bei ihrer Transformation unterstützen. Drei Projekte treten in dieser Kategorie an.

1. BMW und AWS: Mainframe Migration mit AWS Transform

Die BMW Group steht vor der Aufgabe, mehr als 370 geschäftskritische Legacy-Anwendungen bis 2028 auf moderne Cloud-Architekturen zu migrieren. Gemeinsam mit AWS entwickelt der Autobauer seit 2025 einen industrialisierten Ansatz für die Mainframe-Modernisierung.

Im Mittelpunkt stehen Agentic AI und ein Factory-Modell. Dazu gehören die KI-gestützte Extraktion von Business Rules, die automatisierte Konvertierung von COBOL und PL/1 zu Java sowie KI-basiertes Testing. Laut Projektteam konnte die Testerstellung um 75 Prozent beschleunigt und die Testabdeckung von 20 auf 80 Prozent erhöht werden.

2. Bertrandt: violis.io

Bertrandt adressiert mit violis.io eine der zentralen Herausforderungen des Software-defined Vehicle: Mit wachsender Softwarekomplexität steigt auch der Aufwand für Tests und Absicherung. Die virtuelle Testing-Plattform orchestriert virtuelle Steuergeräte, Restbussimulationen, Topologien und etablierte Engineering-Tools in einer Cloud-Umgebung.

Über offene Schnittstellen soll die Lösung herstellerunabhängig funktionieren und sich in CI/CD-Prozesse integrieren lassen. Nach Angaben des Projektteams lassen sich Hardware-Investitionen um 40 bis 60 Prozent reduzieren, während mehr als 70 Prozent der Softwarefehler frühzeitig erkannt werden können. Die Release-Frequenz könne von sechs Releases pro Jahr auf tägliche Veröffentlichungen steigen.

3. Daimler Truck: PALO

Mit PALO – Parts Analytics & Lead Optimization will Daimler Truck den Ersatzteilvertrieb von einem reaktiven zu einem proaktiven, KI-gestützten Ansatz weiterentwickeln. Dafür führt die Lösung verschiedene Datenquellen auf der internen Lakehouse-Plattform zusammen.

Machine-Learning-Modelle übersetzen die Daten in priorisierte Leads auf Fahrzeug-, Teile- und Kundenebene. Service Advisor und Key Account Manager erhalten über eine Web-Anwendung konkrete Empfehlungen für die Kundenansprache. Nach erfolgreichen Pilotphasen befindet sich PALO derzeit auf dem Weg in den flächendeckenden Rollout.

Emerging Innovation:

Die dritte Kategorie richtet sich an Startups, die maximal drei Jahre alt sind und deren Lösungen das Potenzial besitzen, die Automobilindustrie nachhaltig zu verändern. Zwei junge Unternehmen stehen auf der Shortlist.

1. AIORX Technology: PULSAR

Je komplexer Software-Defined Vehicles werden, desto schwieriger wird es, Abhängigkeiten und Fehlerursachen im Gesamtsystem nachzuvollziehen. Genau hier setzt PULSAR von AIORX Technology an. Das im April 2026 gegründete Unternehmen will Systemverhalten nicht anhand statischer Dokumentationen, sondern direkt auf Basis realer Laufzeitdaten rekonstruieren.

PULSAR analysiert Trace-Daten, lernt daraus Systemtopologien und die Ausbreitung von Ereignissen und erstellt so einen digitalen Zwilling des tatsächlichen Systemverhaltens. Durch den kontinuierlichen Vergleich mit einer erlernten Baseline sollen Anomalien automatisch erkannt und lokalisiert werden.

2. SECOR: SDV Ecosystem

Auch SECOR Chips & Library nimmt die zunehmende Komplexität von Software-defined Vehicles ins Visier. Das SECOR SDV Ecosystem verfolgt den Ansatz, Hard- und Software stärker zu standardisieren und über Fahrzeuggenerationen hinweg austauschbare, softwarekonfigurierbare Halbleiter einzusetzen.

Damit sollen OEMs und Zulieferer Entwicklungszeiten und Kosten reduzieren sowie ihre Lieferketten resilienter machen. Zugleich zielt der Ansatz darauf, die Zahl der Steuergeräte im Fahrzeug deutlich zu reduzieren und damit die E/E-Architektur zu vereinfachen. Das Konzept ist nach Angaben des Unternehmens durch sechs Patentanmeldungen abgesichert.

Jetzt entscheidet die Community mit!

Welche Projekte setzen aus Ihrer Sicht die stärksten Impulse für die automobile IT? Genau das können Sie jetzt mitentscheiden. Denn neben der Fachjury fließt auch das Votum der automotiveIT-Community in die Gesamtwertung ein: 40 Prozent entfallen auf das Community-Voting, 60 Prozent auf die Jurybewertung. Bewertet werden unter anderem strategischer Business Impact, Skalierbarkeit, Governance und Operating Model, Innovationsgrad sowie Übertragbarkeit.

Damit geht der Wettbewerb um die IT Team Awards 2026 in die entscheidende Phase. Die Shortlist zeigt, wie vielfältig IT die Transformation der Automobilindustrie vorantreibt – von Cloud-Transformation und Produktions-IT über Datenplattformen und KI bis zum Software-Defined Vehicle.

Jetzt sind Sie gefragt: Stimmen Sie für Ihre Favoriten ab und entscheiden Sie mit, welche Projekte bei den IT Team Awards 2026 ausgezeichnet werden!

automotiveIT Kongress 2026

Am 14. Oktober 2026 geht Deutschlands größtes Branchentreffen der Automobil- und IT-Industrie in Ingolstadt in die nächste Runde. CIOs und IT-Experten stellen dort ihre Strategien und Projekte vor. Erleben Sie spannende Vorträge, Paneldiskussionen, Insights auf unseren Deep Dive-Bühnen, die Verleihung der nächsten IT Team Awards und natürlich das Networking mit der Community hautnah.

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