Ford testet Geofencing-Technologie in der Kölner Innenstadt

Durch die automatische Geschwindigkeitsreduzierung beim Einfahren in eine durch Geofencing markierte Zone erhofft sich Ford eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. (Bild: Ford)

Durch derzeit laufende Tests will Automobilhersteller Ford die vielfältige Einsetzbarkeit von Geofencing zur Erhöhung der Verkehrssicherheit belegen. Bei Geofencing handelt es sich um eine Technologie, die geografisch geschlossene Flächen definiert. Beim Betreten oder Verlassen der Fläche durch das Überschreiten einer geo-lokalisierten Begrenzung wird automatisch eine Aktion ausgelöst. Dafür muss das Fahrzeug in regelmäßigen Abständen seine genaue Position mit einem Netzwerk teilen, das entweder auf GPS- oder auf Funkzellbasis funktioniert. Bereits jetzt nutzt Ford diese Technologie, um bei Nutzfahrzeugen mit Plug-in-Hybrid-Antrieb sicherzustellen, dass durch das Einfahren in eine Umweltzone automatisch in den emissionsfreien Elektro-Antriebsmodus gewechselt wird.

In den aktuellen Tests, die für eine Zeitraum von zwölf Monaten angesetzt sind, kommen zwei vollelektrische Ford E-Transit zum Einsatz. Ausgestattet mit der notwendigen Geofencing-Technologie fahren die Nutzfahrzeuge durch das Kölner Stadtgebiet, dessen Tempo-30-Zonen sowie weitere ausgewählte Zonen durch die Begrenzungstechnologie markiert wurden. Analysiert werden unter anderem die Auswirkungen von Tempolimits auf den Verkehrsfluss sowie auf die Verringerung des Unfallrisikos. Die Geofencing-Informationen, in diesem Fall die vorgegebene Geschwindigkeit, erhält der Fahrer über die Instrumententafel. Ist er schneller unterwegs als erlaubt, reduziert das Fahrzeug automatisch die Geschwindigkeit, wobei das System auch jederzeit deaktiviert werden kann.

Ford arbeitet an diversen Projekten zur Verkehrssicherheit

Ford skizziert bereits jetzt ein breites Anwendungsgebiet des sogenannten Geofencing Speed Limit Control-Systems: Durch die automatische Geschwindigkeitsreduzierung könne Lärm sowie Emission verringert werden, zudem helfe sie bei der Vermeidung von Bußgeldern. Geschwindigkeitsreduzierte Bereiche wie Firmengelände wären entweder dauerhaft begrenzt oder ließen sich flexibel anpassen, beispielsweise bei vorübergehenden Straßenarbeiten oder tageszeitabhängigen Regelungen, heißt es dazu aus Köln. Zusätzlich sei die Begrenzungstechnologie in der Lage, Verkehrsschilder zu ersetzen, wodurch der Fahrer sich vollständig auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren könne. Im Fokus stünde jedoch die Verringerung des Unfallrisikos für Fußgänger und Radfahrer in Tempo-30-Zonen.

Ergänzend zum Geofencing forscht Ford zusätzlich an anderen Projekten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören vernetzte Ampeltechnologien, die in Innenstädten automatisch auf Grün schalten, sobald sich ihnen Krankenwagen, Feuerwehren und Polizeifahrzeuge im Blaulicht-Einsatz nähern, um diesen ein schnelles und sicheres Vorankommen zu ermöglichen. Außerdem entwickelt der Hersteller spezielle Lautsprecher, die den Fahrer darauf hinweisen, aus welcher Richtung sich andere Fahrzeuge oder andere Verkehrsteilnehmer nähern.

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