Szene mit Einsatzfahrzeug im Grüne-Welle-Projekt ACCorD

Die Ampeltechnologie von Ford schaltet im Bedarfsfall automatisch auf Grün, um die Straße für Krankenwagen, Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge frei zu machen. (Bild: Ford)

Ford und ZF haben sich an Projekten zur Erforschung der Potenziale der Vernetzung beteiligt. Die Idee hinter dem Projekt Korridor für neue Mobilität Aachen - Düsseldorf (ACCorD) ist es, dass modernde Mobilfunktechnologie den Echtzeit-Datenaustausch zwischen Personenkraftwagen, Einsatzfahrzeugen und Ampeln den Straßenverkehr sicherer und effizienter gestaltet. Das System könnte dem Autohersteller Ford zufolge den Verkehrsfluss insgesamt verbessern, indem es Informationen über rote und grüne Ampeln auch an andere Fahrzeuge sendet.

Im Rahmen des Projekts Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf (KoMoDnext) beteiligte sich der Zulieferer ZF an der Erforschung, wie sich die großflächige Vernetzung der Verkehrsinfrastruktur realisieren lässt, die für vollautomatisierte Fahrfunktionen nach Level 4 wichtig ist.

Ford fokussierte in Aachen die grüne Welle

Für das Erproben der vernetzten Technologie nutzte Ford in Aachen eine Straße mit acht aufeinanderfolgenden Ampeln sowie zwei Streckenabschnitte mit jeweils drei Ampeln außerhalb der Stadt. Die erforderliche Infrastruktur wurde von Projektpartnern eingerichtet. Das verwendete Ford Kuga Plug-in-Hybrid-Testfahrzeug verfügte über eine Ausstattung zur Kommunikation mit der Infrastruktur sowie Rapid Control Prototyping-Hardware für den Betrieb der Prototypen-Software und nahm jeweils die Rolle eines Krankenwagens oder eines Pkw ein. Das Forschungsprojekts ACCorD erstreckte sich von Januar 2020 bis März dieses Jahres. Es wurde vom Bundesministerium für Digitalisierung und Verkehr gefördert und von der RWTH Aachen, Vodafone, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW und der Stadt Aachen unterstützt.

So funktioniert die grüne Welle

ZF testete in Düsseldorf die Umfeldsensorik

Für das ebenfalls kürzlich beendete Forschungsprojekt Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf (KoMoDnext), bei dem das Potenzial von Vernetzung zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur - Car2X und V2X - ermittelt wurde, stellte der Zulieferer ZF seine Expertise und ein Versuchsfahrzeug bereit. ZF will die Erkenntnisse daraus für die Erweiterung hochmoderner Fahrfunktionen nutzen und sieht dies als einen wichtigen Bestandteil für das vollautomatisierte Fahren auf SAE-Level 4. Auf einer Testroute, die sich von der A57 über die Rheinkniebrücke bis in Straßenbereiche des Stadtteils Friedrichstadt erstreckte, widmeten sich die Experten verschiedenen Szenarien. Unter anderem zählten dazu ein automatisierter Spurwechsel nach einer Warnung über eine gesperrte Fahrbahn durch ein Polizeifahrzeug wie auch die Warnung vor starkem Seitenwind bei einer Brückenüberquerung.

Dazu wurden im Testfeld Streckenabschnitte für den Einsatz von vollautomatisierten Fahrzeugen (Level 4) vorbereitet. Versuchsträger war ein umgebautes Serienfahrzeug, das mit seinem Sensorset aus Kameras und Radaren intelligente Teilautomatisierung nach Level 2+ bot. Mit einer zusätzlichen Onboard-Unit sowie einem Mobilfunk-Receiver konnte der Pkw die V2X-Daten empfangen, die von Roadsite Units entlang der vorbereiteten Strecke oder von geparkten Streifenwagen der Polizei ausgesendet wurden. Man habe ausprobieren können, wie sich Informationen der Verkehrsinfrastruktur und anderer Fahrzeuge direkt in automatisierte Fahrfunktionen umsetzen lassen, schildert Sebastian Betzholz, der das Projekt für ZF verantwortete.

ZF-Versuchsfahrzeug unterwegs im Rahmen des Projekts „Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“
Im Rahmen des Projekts KoMoDnext empfing das Versuchsfahrzeug in Echtzeit Daten über bevorstehende Gefahrenquellen von sogenannten Roadside Units am Straßenrand oder Einsatzfahrzeugen der Polizei. (Bild: ZF)

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