OpenR Renault

Mit den neuen Bildschirm OpenR möchte Renault dem Fahrer eine einfachere Anzeige und Steuerung von Fahrzeugfunktionen ermöglichen. (Bild: Renault)

Insgesamt verfügt der OpenR-Bildschirm über eine Fläche von 774 Quadratzentimetern. In der Mittelkonsole sowie hinter dem Lenkrad befindet sich jeweils ein 12-Zoll-Display. Der Bildschirm besteht aus Gorilla-Glas auf Aluminosilikat-Basis und soll so eine Mindestlebensdauer von rund 15 Jahren erreichen.

Basis für die neue Elektronik ist die für Elektrofahrzeuge entwickelte CMF-EV-Plattform, die es Renault-Ingenieuren nach eigenen Angaben ermöglicht, die Komponenten der Klimaanlage in den Motorraum zu verlegen und so mehr Platz im Cockpit zu schaffen. Ebenso sollen die nach vorne gerückte Mittelkonsole, der flache Bildschirm sowie ins Lenkrad integrierte Bedienelemente dazu beitragen, das Raumangebot im Cockpit zu vergrößern.

Neben Google arbeitet Renault im Infotainment-Bereich unter anderem mit Qualcomm zusammen. Das US-Unternehmen bringe dabei sein Knowhow in den Bereichen Connectivity, digitale Cockpits und Visualisierung ein, so Renault. Das südkoreanische Unternehmen LG Electronics entwickelte die Softwareplattform, um die Bildschirme zu koppeln. Die Integration von Android Auto und CarPlay ist auch weiterhin möglich.

Renault hat Nachholbedarf bei Connectivity

Renault ist einer der Volumenhersteller mit deutlichem Nachholbedarf in Sachen Connectivity im Fahrzeug. Während vor allem die deutschen Hersteller den Markt mit Hilfe hoher Innovationspotentiale und einer schnellen Demokratisierung von Neuerungen in zahlreiche Fahrzeugklassen punkten, gelten Hersteller wie Renault, Stellantis oder Toyota eher als Mitläufer. Zu diesem Ergebnis kommt Branchenexperte Stefan Bratzel im Rahmen des Connected Car Innovation Index 2021 von automotiveIT und dem Center of Automotive Management (CAM). Zentraler Kritikpunkt sei vor allem die Schwerfälligkeit der Unternehmen, die oft zu lange brauchen, Innovationsthemen in ihren Fahrzeugen umzusetzen. „Das könnte sich in naher Zukunft zu einem gewaltigen Wettbewerbsnachteil entwickeln“, so Bratzel.

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