Fahrzeugintelligenz

Valeo liefert Systemtechnik für Nissans nächste ProPILOT-Ära

Nissan entwickelt die nächste Generation seiner ProPILOT-Technologie mit Valeo und Wayve. Valeo übernimmt die Systemintegration und verbindet Sensorik, Rechenleistung und Software mit der KI-basierten Fahrtechnologie von Wayve für den Serieneinsatz.

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Weißer Nissan mit ProPILOT-Schriftzug fährt vor einem Nissan-Gebäude in Tokio über eine Kreuzung.
Ein Nissan mit ProPILOT-Technologie im urbanen Straßenverkehr: Die nächste Generation des Assistenzsystems soll auf einer von Valeo integrierten Hard- und Softwarearchitektur basieren.

Nissan hat Valeo als System-Tier-1-Zulieferer für die nächste Generation seiner ProPILOT-Technologie ausgewählt. Der französische Automobilzulieferer soll dafür eine Hard- und Softwareplattform bereitstellen und die Fahrsoftware Wayve AI Driver in das Gesamtsystem integrieren. Valeo übernimmt nach eigenen Angaben die Rolle des verantwortlichen Systemintegrators. Der Zulieferer führt Sensorik, Rechenleistung und Software zu einer Plattform zusammen, die für künftige Fahrzeuge des japanischen Automobilherstellers vorgesehen ist.

Wayve liefert die KI-basierte Fahrsoftware

Ein zentraler Bestandteil der neuen ProPILOT-Generation ist die Technologie des britischen KI-Unternehmens Wayve. Dessen Wayve AI Driver soll als Fahrintelligenz in die von Valeo bereitgestellte Systemarchitektur eingebunden werden.

Der französische Technologiekonzern kombiniert die Software dafür mit eigenen Komponenten für Fahrerassistenzsysteme. Dazu zählen die Umfeldsensorik und die für die Verarbeitung der Fahrzeugdaten erforderliche Rechenplattform. Nach Angaben von Valeo soll die Kombination den Einsatz fortschrittlicher KI-Funktionen in Serienfahrzeugen ermöglichen. Dabei müssten die Systeme zugleich die Anforderungen der Automobilindustrie an Sicherheit, Qualität und Skalierbarkeit erfüllen.

Domänencontroller verarbeitet KI-Algorithmen

Teil der Plattform ist ein ADAS-Domänencontroller. Dieser soll die Rechenleistung für komplexe KI-Algorithmen bereitstellen und eine stärker zentralisierte Verarbeitung von Fahrzeugfunktionen unterstützen.

Das System ist zudem für eine Rundumerfassung der Fahrzeugumgebung ausgelegt. Valeo bündelt dafür verschiedene Sensorinformationen und verarbeitet sie auf der zentralen Rechenplattform. Welche Sensoren Nissan in den späteren Serienfahrzeugen konkret einsetzen wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Mit der Architektur verfolgt der Zulieferer einen Full-Stack-Ansatz, bei dem Hardware und Software innerhalb eines abgestimmten Systems bereitgestellt werden. Für Fahrzeughersteller soll dies insbesondere die Integration komplexer Assistenz- und Automatisierungsfunktionen erleichtern.

Gemeinsame Entwicklung bis zur Serienreife

Valeo, Nissan und Wayve wollen bei der weiteren Entwicklung eng zusammenarbeiten. Die Partner planen, die Gesamtlösung gemeinsam zu erproben, in die Fahrzeugarchitektur zu integrieren und auf die Serienproduktion vorzubereiten.

„Wir fühlen uns geehrt, von Nissan als Tier-1-Systempartner für die ambitionierte Weiterentwicklung seiner ProPILOT Technologie ausgewählt worden zu sein. Dieses Programm verdeutlicht die Fähigkeit von Valeo, ein umfassendes Sensorportfolio, Hochleistungsrechner und Softwarekompetenz mit fortschrittlicher KI-Technologie zu kombinieren. Gemeinsam mit Nissan und Wayve wird Valeo ein nahtloses, sicheres und innovatives ‚AI Defined‘-Fahrerlebnis ermöglichen, das für die Serienproduktion ausgelegt ist“, erklärt Marc Vrecko, CEO der Valeo Brain Division. 

Nissan setzt damit bei der nächsten ProPILOT-Generation auf eine Arbeitsteilung zwischen mehreren Technologiepartnern. Valeo verantwortet die Systemintegration und wesentliche Hard- und Softwarekomponenten, während Wayve die KI-basierte Fahrsoftware beisteuert. Der Automobilhersteller bleibt für die Integration der Technologie in seine künftigen Fahrzeugprogramme verantwortlich.