Beitritt zur Data-for-Road-Safety-Initiative              

Geely will in Europa Verkehrsdaten teilen

Geely beteiligt sich als erster chinesischer Autobauer am europäischen Data-for-Road-Safety-Ökosystem. Über die Plattform sollen sicherheitsrelevante Verkehrsdaten in Echtzeit zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Behörden ausgetauscht werden.

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Geely wird künftig im Rahmen der DFRS-Initiative sicherheitsrelevante Verkehrsdaten teilen. Ein nicht ganz uneigennütziger Schritt.

Geely baut seine Aktivitäten in Europa aus und beteiligt sich künftig an der Initiative Data for Road Safety (DFRS). Der Hersteller ist nach eigenen Angaben der erste chinesische Automobilhersteller, der dem europäischen Ökosystem für den Austausch sicherheitsrelevanter Verkehrsdaten beitritt.

Mit dem Beitritt will Geely anonymisierte sicherheitsrelevante Verkehrsinformationen in Echtzeit mit Verkehrsinfrastruktur, Rettungsdiensten und anderen vernetzten Fahrzeugen teilen. Zu den Daten zählen unter anderem Informationen über plötzliche Wetterereignisse, rutschige Fahrbahnverhältnisse oder liegengebliebene Fahrzeuge. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit durch eine verbesserte Situationswahrnehmung aller Beteiligten zu erhöhen.

Datenbasis für vernetzte Sicherheit

Das europäische DFRS-Ökosystem gilt als operative Plattform zur Umsetzung der europäischen ITS-Richtlinie für intelligente Verkehrssysteme. Gleichzeitig unterstützt die Initiative die Bestrebungen von Euro NCAP, den Austausch von Fahrzeug- und Umfelddaten stärker in moderne Sicherheitskonzepte und Fahrerassistenzsysteme einzubinden.

Für Geely hat die Anbindung an DFRS auch eine strategische Dimension. Der Hersteller schafft damit die Voraussetzungen, seine Fahrerassistenzsysteme in Europa an bestehende Anforderungen für vernetzte Sicherheitsfunktionen anzubinden und zugleich regulatorische Vorgaben wie die Datenschutz-Grundverordnung einzuhalten.

„Sicherheit ist ein zentraler Wert für Geely und eine gemeinsame Verantwortung im gesamten Mobilitätsökosystem“, sagt Li Bo, Director of the Intelligent Driving Centre am Geely Automobile Research Institute. „Während wir die aktiven und passiven Sicherheitsfunktionen unserer Fahrzeuge kontinuierlich weiterentwickeln, schafft der Austausch von Informationen über Verkehrsgefahren in Echtzeit über das DFRS-System eine entscheidende zusätzliche Ebene des gemeinsamen Schutzes für alle Verkehrsteilnehmer.“

Signal für die Europa-Strategie

Über die technische Anbindung hinaus versteht Geely den Schritt als Teil seiner langfristigen Europa-Strategie. Das Unternehmen will künftig enger mit europäischen OEMs, Behörden und Technologiepartnern zusammenarbeiten und sich stärker in die Entwicklung künftiger Sicherheitsstandards einbringen.

Zugleich ermöglicht die DFRS-Plattform dem Hersteller einen tieferen Einblick in die Entwicklung vernetzter Sicherheitslösungen in Europa. Damit rückt die Zusammenarbeit über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg stärker in den Fokus, während der Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur als Baustein für zukünftige Assistenz- und Automatisierungsfunktionen an Bedeutung gewinnt.