Forschungsprojekt SALSA

Wie kommunizieren autonome Autos im Alltag?

SALSA adressiert die Herausforderungen, die sich aus der Interaktion zwischen automatisierten und konventionellen Fahrzeugen sowie anderen Verkehrsteilnehmern ergeben. Die beteiligten Partner stellen jetzt erste Ergebnisse vor.

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Bei SALSA werden Konzepte entwickelt, die komfortables Aufwachen ermöglichen und somit das Risiko der „Sleep Inertia“ im Fahrzeug nachhaltig senken sollen.

Nicht der schwungvolle Tanz, sondern das Zusammenspiel von konventionellen und automatisierten Fahrzeugen sind der Fokus von SALSA. Das Kürzel steht für „Smarte, Adaptive und Lernbare Systeme für Alle“ und beschreibt ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Projekt, an dem 14 Partnern aus Wirtschaft und Forschung sowie drei assoziierten Partner beteiligt sind. Der Start im Juli 2024 habe den Weg für intensive Forschungsarbeiten der Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft geebnet, heißt es von Seiten der Verantwortlichen des Projekts. Nach rund 18 Monaten Laufzeit stellte das Förderprojekt jetzt erste Ergebnisse vor. Insgesamt läuft das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren.

Das SALSA-Konzept umfasst sechs Themenbereichen

Die Integration automatisierter und autonomer Fahrzeuge in den Verkehrsalltag ist relevanter denn je. Immer mehr Hersteller beschäftigen sich mit der Integration und den damit verbundenen Herausforderungen. Kurz gesagt will SALSA durch die Weiterentwicklung des automatisierten und autonomen Fahrens einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll ein Transfer geschaffen werden, der sonst kaum möglich wäre, sagt Andrea Elser von Valeo, Projektleiterin von SALSA und konkretisiert dies: „Die systematische Verknüpfung der Innen- und Außenperspektive. Der Mensch steht so bei uns immer im Vordergrund, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fahrzeugs.“

Für das Projekt wählte man eine Unterteilung in verschiedene Themenbereiche. So möchte man zentrale Ziele des verbesserten Nutzererlebnisses bei automatisierten Fahrfunktionen verfolgen. Betrachtet werden dabei sowohl Pkw als auch Lkw. Im Bereich „Schlaf“ etwa entwickeln die beteiligten Projektpartner innovative Konzepte, die komfortables Aufwachen ermöglichen und somit das Risiko der „Sleep Inertia“ im Fahrzeug nachhaltig senken sollen. Der Themenbereich Fahrerzustand entwickelt Technologien zur umfassenden Erfassung des Nutzerzustands, die sowohl den mentalen als auch den physischen Zustand des Fahrers berücksichtigen. Der Themenbereich Fahrerzustand entwickelt Technologien zur umfassenden Erfassung des Nutzerzustands, die sowohl den mentalen als auch den physischen Zustand des Fahrers berücksichtigen.

360° UX Conference

In den kommenden zehn Jahren wird sich die User Experience im Fahrzeug ähnlich wie im Bereich der Unterhaltungselektronik von funktional über interaktiv zu proaktiv verändern. Die Zeiten, in denen Tasten und Displays die einzigen Mensch-Maschine-Schnittstellen waren, die zwischen der realen und der digitalen Welt kommunizieren, sind längst vorbei. Buchen Sie jetzt Ihr Ticket für die 360° UX Conference am 13. Mai 2026 in München und hören Sie von Branchenführern praktische sowie strategische Einblicke in die Transformation der User Experience. Bauen Sie zudem Ihr Netzwerk an Branchenkontakten mit zahlreichen Networking-Möglichkeiten aufs während wir die Automobil-UX-, Design-, E/E- und IT-Community zusammenbringen.

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Im Fokus stehen die Interessen verschiedener Verkehrsteilnehmer

Im Bereich „eHMI“ entstehen durch externe Human-Machine-Interfaces neue Kommunikationswege zwischen Fahrzeug und Umfeld. Hierbei werden verschiedene Interessengruppen des eHMI wie Radfahrer, Fußgänger, Fahrer konventioneller Pkw oder auch Fahrzeugkäufer berücksichtigt. Im Bereich der Kommunikation und Adaption wird sich der Herausforderung angenommen, die steigende Komplexität der Bediensysteme im Fahrzeuginnenraum von Touchbildschirmen zu entkoppeln und mittels morphender und gestaltändernder Elemente wieder in haptischen Bedienelementen innerhalb des Fahrzeugs unterzubringen. Der Themenbereich Akzeptanz beschäftigt sich vorrangig mit der Akzeptanz automatisierter und autonomer Fahrzeuge im Mischverkehr.

Praxisnahes Training besser als Handbücher

In der Wissensvermittlung wird untersucht, wie Nutzer neue Informationen lernen und somit mit Fahrzeugen interagieren. Studien in SALSA belegen den Verantwortlichen zufolge, dass Fahrende neue Funktionen vor allem durch Ausprobieren erlernen und Lernsysteme, die praxisnahes, handlungsbegleitendes und multimediales Training bieten, deutlich effektiver und motivierender sind als klassische Handbücher. Besonders relevant für die Nutzer sind Inhalte zu Bedienung, Limitationen, Risiken und Anzeigen der Systeme, wobei zeitlich flexible Konzepte sowohl vor als auch während der Nutzung bevorzugt werden.

An SALSA sind beteiligt: Projektleitung Valeo Schalter und Sensoren GmbH, technische Projektleitung durch das Institut für Konstruktionstechnik und Technisches Design (IKTD) der Universität Stuttgart, Audi, die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, CanControls GmbH, Elektrobit Automotive GmbH, das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), Fraunhofer IOSB, Hochschule der Medien, Invensity GmbH, MAN Truck & Bus SE, Spiegel Institut Mannheim GmbH, Studiokurbos GmbH und das Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften. Assoziierte Partner sind BASF, Porsche und VW Nutzfahrzeuge. SALSA wird mit einer Projektförderung von 10 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. Der Projektträger ist die TÜV Rheinland Consulting GmbH.