Mercedes-Benz skaliert KI-Workflows mit n8n
Mercedes-Benz führt mit n8n eine globale Low-Code-Plattform für KI-gestützte Workflows ein. Mitarbeitende sollen Automatisierungen selbst entwickeln und in operative Prozesse integrieren. Erste Use Cases stammen aus einem Hackathon mit mehr als 1.500 Teilnehmenden.
Die Standardisierung auf ein konzernweit einheitliches System soll Komplexität reduzieren und eine gemeinsame Lern- und Entwicklungsplattform für alle Mitarbeitenden schaffen.
Mercedes-Benz AG – Communicati
Mercedes-Benz führt gemeinsam mit dem deutschen Low-Code-Spezialisten n8n eine globale Plattform für KI-gestützte Automatisierung ein. Mitarbeitende sollen damit eigene Workflows erstellen und direkt in operative Prozesse integrieren können. Nach Angaben des Unternehmens soll die Technologie in zentralen Geschäftsbereichen zum Einsatz kommen, darunter Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Finanzdienstleistungen, Personal und IT.
Mit dem Rollout will Mercedes-Benz KI-gestützte Automatisierung stärker aus einzelnen Pilotprojekten in den Geschäftsalltag überführen. Die Plattform n8n soll dabei helfen, Workflows über bestehende Systeme hinweg zu orchestrieren. Der Automobilhersteller verweist in diesem Zusammenhang auf eine modulare und flexible Technologiearchitektur, mit der sich KI-Anwendungen breiter im Unternehmen verankern lassen sollen.
Mitarbeitende sollen eigene Workflows entwickeln
Ein Schwerpunkt liegt auf der Befähigung der Mitarbeitenden. Mercedes-Benz unterscheidet dabei zwischen unterschiedlichen Kompetenzstufen. Während sogenannte „Takers“ KI im Arbeitsalltag nutzen, sollen „Makers“ mit Plattformen wie n8n eigene Workflows gestalten. „Builders“ entwickeln demnach spezialisierte Lösungen, etwa in der Softwareentwicklung. Ziel sei es, Mitarbeitende in die Lage zu versetzen, Prozesse eigenständig zu automatisieren und zu verbessern. „KI skaliert nicht durch Technologie allein. Entscheidend ist, dass sie im Kerngeschäft schnell Wirkung zeigt“, sagt Katrin Lehmann, Chief Information Officer von Mercedes-Benz . Mit n8n gebe Mercedes-Benz den Teams die Möglichkeit, Ideen in messbaren Nutzen entlang der Wertschöpfungskette zu übersetzen und aktiv mitzugestalten, wie künftig gearbeitet werde.
Zusätzliche Impulse für den Rollout kamen laut Mercedes-Benz aus einem unternehmensweiten Hackathon. Mehr als 1.500 Mitarbeitende aus allen Geschäftsbereichen entwickelten dabei Anwendungen für KI und Automatisierung. Die stärksten Use Cases sollen nun mithilfe von n8n in die Umsetzung überführt werden. Die Plattform soll in einer sicheren und Governance-konformen Umgebung betrieben werden. Mercedes-Benz zufolge unterstützt sie sowohl etablierte Automatisierungsmethoden als auch neue Ansätze mit KI-Agenten. n8n soll bestehende Systeme verbinden, komplexe Abläufe vereinfachen und Teams dabei unterstützen, effizienter zu arbeiten, Probleme schneller zu lösen und Entscheidungen stärker datenbasiert zu treffen.
Viele Unternehmen stehen noch vor der Frage, wie sie KI aus der Pilotphase in den produktiven Einsatz bringen. Gemeinsam mit Mercedes-Benz zeigen wir, wie das in großem Maßstab gelingen kann. Die Architektur von n8n stellt sicher, dass Daten, Steuerung und Flexibilität jederzeit in den Händen der Teams bei Mercedes-Benz bleiben.
Jan Oberhauser, Gründer & CEO, n8n
Souveränität durch selbst gehostete Plattform
Für das Unternehmen spielt auch der Aspekt der digitalen Souveränität eine Rolle. Da n8n selbst gehostet und Cloud-unabhängig betrieben werden könne, passe die Lösung in die modulare Technologiestrategie des Konzerns. Kritische Daten und Arbeitsabläufe sollen dadurch stärker unter eigener Kontrolle bleiben. Jan Oberhauser, Gründer und CEO von n8n, sieht in der Zusammenarbeit ein Beispiel dafür, wie KI-Anwendungen in großem Maßstab produktiv genutzt werden könnten. Viele Unternehmen stünden noch vor der Frage, wie sie KI aus der Pilotphase in den produktiven Einsatz bringen. Die Architektur von n8n stelle sicher, dass Daten, Steuerung und Flexibilität bei den Teams von Mercedes-Benz blieben. Mit der Zusammenarbeit setzt Mercedes-Benz zugleich auf einen europäischen Technologieanbieter. Der Konzern bewertet dies als Beitrag zu einem stärkeren KI-Ökosystem in Europa und als Grundlage, um Prozesse im Unternehmen skalierbar und verantwortungsvoll mit KI zu automatisieren.