Der europäische E-Automarkt hat sich von seinem Einbruch erholt. Ein wichtiger Treiber sind Firmenwagenflotten.
Holger HolzerHolgerHolzerHolger HolzerSP-X
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Dienstwagenflotten werden immer stärker elektrisch.Amperfied
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Die Mobilitätsbranche braucht neues Denken und Handeln, denn sie steht vor einem längst überfälligen Wandel. Einer der wichtigsten Nachfrager für die Mobilität der Zukunft ist die Corporate Mobility, die nicht nur den reinen Fuhrpark, sondern den gesamten Mobilitätsbedarf der Mitarbeiter eines Unternehmens abdeckt. Auch das Thema Elektromobilität spielt in den Erwägungen der Fuhrparkmanager:innen eine wichtiger werdende Rolle.
Auf der Corporate Mobility Conference am 12. Mai 2026 zeigten Expert:innen aus unterschiedlichen Branchen, wie innovatives und nachhaltiges Fuhrparkmanagment gelingen kann und welche Herausforderungen noch bestehen. Alle Infos zum Event hier.
Firmenflotten treiben die Erholung des Elektroautomarkts in
Europa voran. Nach einem schwachen Jahr 2024 ist der Anteil reiner Elektroautos
an den Neuzulassungen 2025 wieder auf 19,5 Prozent gestiegen, wie aus dem neuen
E-Mobility-Ranking der Beratungsgesellschaft Berylls by AlixPartners
hervorgeht. Für Deutschland weist die Studie einen BEV-Anteil von 19,1 Prozent
aus.
Modellangebot und EU-Vorgaben verbessern Lage
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Die Erholung ist nach Einschätzung der Experten nicht in
erster Linie auf neue Kaufprämien zurückzuführen. Wichtiger seien ein breiteres
Modellangebot, bessere Betriebskostenvorteile, strengere EU-Vorgaben und vor
allem die Nachfrage nach elektrischen Firmenwagen. Als Beispiel nennt die
Studie Belgien: Dort stieg der Anteil reiner E-Autos an den Neuzulassungen seit
2021 von knapp sechs auf fast 35 Prozent. Hintergrund ist dort eine deutlich
günstigere steuerliche Behandlung von E-Autos gegenüber Verbrennern. 2025
wurden in Belgien 89 Prozent aller neuen BEV als Firmenwagen zugelassen.
Trotz steigender Neuzulassungen bleibt der Elektroanteil am
europäischen Fahrzeugbestand noch niedrig. 2025 lag er der Studie zufolge bei
3,5 Prozent. Bis 2035 erwarten die Berater einen Anstieg auf mehr als 25
Prozent beziehungsweise rund 80 Millionen Fahrzeuge. Der tägliche
Ladestrombedarf könnte dann europaweit auf mehr als 350 GWh steigen, nach rund
85 GWh im Jahr 2025.
China deutlich vor Europa
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Deutlich weiter als Europa ist China. Dort erreichten reine
Elektroautos 2025 einen Neuzulassungsanteil von 28 Prozent, die
Ladeinfrastruktur umfasst mehr als 20 Millionen Ladepunkte. Der Ausbau
konzentriert sich allerdings stark auf große Städte. In ländlichen Regionen
bleibt öffentliche Ladeinfrastruktur laut Studie oft spärlich und
wirtschaftlich schwierig zu betreiben. Die chinesische Regierung will deshalb
bis Ende 2027 insgesamt 28 Millionen Ladepunkte installieren.