Digitale Fahrzeugplattformen

Schaeffler und ThunderSoft bündeln Softwarekompetenz

Schaeffler und ThunderSoft wollen zentrale Rechnerplattformen für softwaredefinierte Fahrzeuge gemeinsam entwickeln. Im Fokus stehen skalierbare Lösungen, die mehrere Fahrzeugdomänen auf einer gemeinsamen Hardwarebasis zusammenführen.

1 min
Zwei Unternehmensvertreter von Schaeffler und ThunderSoft halten bei einer Unterzeichnungszeremonie rote Vertragsmappen in den Händen.
(v.l.) Gerd Winkler, Leiter Strategie softwaredefinierte Fahrzeuge, Business Unit Vehicle & Battery Controls bei Schaeffler und Xu Dongchao, Vizepräsident von ThunderSoft Intelligent Automotive, besiegelten die Partnerschaft.

Schaeffler und ThunderSoft haben eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung zentraler Fahrzeugrechner-Plattformen vereinbart. Die Zusammenarbeit zielt auf künftige Fahrzeugarchitekturen, in denen Funktionen aus unterschiedlichen Domänen zunehmend auf zentralen Recheneinheiten gebündelt werden. Dazu zählen Fahrerassistenz, Infotainment sowie Fahr- und Energiemanagementfunktionen. Nach Angaben von Schaeffler sollen die Partner modulare und skalierbare Lösungen entwickeln, die Entwicklungsaufwand und Systemkomplexität reduzieren. Damit adressiert die Kooperation den Wandel von verteilten Steuergerätearchitekturen hin zu zentralisierten Software- und Datenarchitekturen im Fahrzeug.

Schaeffler bringt in die Partnerschaft nach eigenen Angaben Kompetenzen in Software, Systementwicklung, Hardware, Industrialisierung und Großserienfertigung automobiler Elektroniksysteme ein. Das Unternehmen verweist dabei auf Erfahrungen in sicherheitsrelevanten Fahrfunktionen, Antriebssystemen, Fahrwerklösungen sowie im Batterie- und Energiemanagement. ThunderSoft ergänzt diese Fähigkeiten durch Expertise bei zentralen Fahrzeugsoftwareplattformen, Betriebssystemen und Rechnerarchitekturen für Infotainment- und Fahrerassistenzsysteme.

Fahrfunktionen und Infotainment sollen gemeinsame Basis nutzen

„Zentrale Fahrzeugrechner entwickeln sich zu einer Schlüsseltechnologie für softwarebasierte Fahrzeuge“, kommentiert Thomas Stierle, Vorstand für E-Mobility bei Schaeffler. „Wir bringen dafür neben tiefgehender Hardware und Systemkompetenz auch umfassende Softwareerfahrung ein. Gemeinsam mit der Software und Plattformexpertise von ThunderSoft schaffen wir skalierbare Rechnerlösungen, die Fahrfunktionen, Fahrerassistenzsysteme und Infotainment auf einer gemeinsamen Hardwarebasis bündeln.“

Im Rahmen der Kooperation planen beide Unternehmen integrierte Lösungen für Fahrzeugrechner-Plattformen. Ein erster regionaler Schwerpunkt liegt auf dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa. Perspektivisch soll die Zusammenarbeit auf China und Nordamerika ausgeweitet werden. Regionale regulatorische Anforderungen für vernetzte Fahrzeuge werden laut Schaeffler von Beginn an berücksichtigt.