Das Interieur des neuen Mercedes-Benz EQS.

Digitale Dienste werden immer mehr zum Differenzierungsmerkmal beim Autokauf. Bild: Daimler

Digitale Features und Dienste spielen beim Autokauf inzwischen eine größere Rolle als die Marke. Dies zeigt eine Bitkom-Umfrage unter Personen ab 16 Jahren in Deutschland. Deutlich wichtiger als in der Vergangenheit sei die Kompatibilität der Benutzeroberfläche im Fahrzeugcockpit mit dem eigenen Smartphone. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) halten dies für sehr wichtig oder eher wichtig beim Autokauf. „Das Smartphone ist für viele Menschen zentral für die Organisation ihres Alltags", sagt Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Digitalverband. Für alle Fahrzeughersteller gelte, dass Software eine immer größere Bedeutung zukomme - bei der Steuerung des Fahrzeugs und der Interaktion mit den Mitfahrern.

Vor drei Jahren habe der Anteil mit Blick auf die Wichtigkeit der Kompatibilität des Smartphones bei gerade einmal 55 Prozent gelegen, 2019 bei 62 Prozent. Die Jüngeren bis 29 Jahre (80 Prozent) und die 30- bis 49-Jährigen (78 Prozent) legen der Umfrage zufolge besonderen Wert auf die Smartphone-Kompatibilität ihres Wagens. Dagegen sei die Marke nur für 65 Prozent aller Befragten ein wichtiges Kaufkriterium. Vor allem Nutzer bis 29 Jahre legen darauf weniger Wert (60 Prozent). Wichtigstes Kriterium beim Autokauf ist laut Bitkom mit 98 Prozent die Sicherheit, gefolgt von Komfort (92 Prozent) sowie Anschaffungspreis (90 Prozent) und Umwelteigenschaften wie Verbrauch (89 Prozent). Direkt dahinter liegen bereits ins Fahrzeug integrierte Navigationsdienste (87 Prozent) und neue Fahrassistenzsysteme wie zum Beispiel Einparkhilfe oder Stauassistent (84 Prozent).

Auf einer Rangliste sehen acht von zehn Befragten (79 Prozent) die Art des Antriebs als wichtiges Kaufkriterium, drei Viertel (76 Prozent) achten darauf, dass Dienste auf Grundlage von Fahrzeugdaten angeboten werden - etwa Reparaturhinweise bei Verschleiß. Mit 75 Prozent liegt das Design noch vor der Motorleistung (71 Prozent). Rund zwei Drittel (64 Prozent) machen der Umfrage zufolge ihre Entscheidung auch von staatlicher Förderung abhängig. Ähnlich wichtig seien Online-Updates für die Fahrzeugsoftware ohne Werkstattbesuch und neue Dienste wie Verkehrshinweise, die auf Car-to-Car-Kommunikation basieren (je 63 Prozent). Eine knappe Mehrheit halte zudem einen Internetzugang für das Entertainmentsystem (58 Prozent) für wichtig. Bereits mehr als jeder Dritte (37 Prozent) achte darüber hinaus auf die Verfügbarkeit von Technologien für das automatisierte Fahren.

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