| von Stefan Grundhoff

Zunächst einmal macht der 4,68 Meter lange Kia EV6 nicht nur durch sein breites Antriebsportfolio und die damit verbundene Technik auf sich aufmerksam, sondern durch sein Design. Von vorn gibt es ein markantes Gesicht mit spitz zulaufenden LED-Scheinwerfern, während sich die bauchig-konturierte Flanke durch die sich zum Heck nach oben verjüngende Fensterlinie ins Gedächtnis bringt. Das schicke Heck wird von einem LED-Leuchtenband dominiert, das sich wie eine Sichel über die Kofferraumklappe zieht. Technische Basis des EV6 ist die neue Elektroplattform E-GMP (Electric-Global Modular Platform), die allen koreanischen Konzernmarken zur Verfügung steht. Der Innenraum zeigt sich mit seinen beiden Zwölf-Zoll-Bildschirmen nebst Head-up-Display modern, aber nicht futuristisch und ist trotz der Mittelklasse-Dimensionen schon dank des 2,90 Meter langen Radstandes üppig dimensioniert. Der Laderaum fasst 520 Liter, die durch Umlegen der Rücksitze auf 1.300 Liter erweitert werden können. Ein kleines Staufach (20 bis 52 Liter) befindet sich vorn unter der Fronthaube.

Der Kia EV6 wird in zwei Versionen mit einem zwei Batteriepaketen von 58 und 77,4 kWh angeboten. Während die Basisversion mit 125 kW / 170 PS oder 168 kW / 229 PS allein über die Hinterachse angetrieben wird, ist der EV6 auch mit einem Allradantrieb zu bekommen, der wahlweise 173 kW / 235 PS oder 239 kW / 325 PS / 605 Nm leistet und aus dem Stand in 5,2 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Die Basisversion hat mit dem großen Akkupaket eine Reichweite von 510 Kilometern. Topmodell ist der Kia EV6 GT, dessen zwei Elektromotoren 430 kW / 584 PS / 740 Nm maximales Drehmoment leisten. Er schafft den Imagespurt in 3,5 Sekunden und ist 260 km/h schnell. "Die GT-Version des EV6 demonstriert unsere Technologieführerschaft durch ihre Kombination von herausragendem Hochgeschwindigkeitsladen und dem Beschleunigungsvermögen eines Supersportwagens", sagt Albert Biermann, Entwicklungsvorstand der Hyundai Motor Group.

Der Kia EV6 ist das erste Modell der neuen Batterie-Produktlinie, auf die bis zum Jahre 2030 insgesamt 40 Prozent des Kia-Absatzes entfallen soll, was einem Jahresabsatz von 1,6 Millionen Fahrzeuge entsprechen würde. In den kommenden zehn Jahren will Kia elf reine Elektroautos vorstellen - los geht es mit dem Startmodell EV6. Sieben Modelle sind davon auf der neuen Elektroplattform E-GMP unterwegs; vier weitere werden Elektroversionen bestehender Modelle sein. Daneben will der Kia EV6 beim Nachladen neue Bestmarken setzen, indem er sowohl an Ladestationen mit 400 als auch mit 800 Volt nachtanken kann. Dadurch soll es bei allen Modellvarianten möglich sein, den Akku in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufzuladen. Die Versionen mit Hinterradantrieb und dem größeren 77,4-kWh-Akku sollen in weniger als fünf Minuten für 100 Kilometer Reichweite nachtanken.

"Als erstes reines Elektromodell von Kia ist der EV6 ein Musterbeispiel für ein progressives, den Menschen in den Mittelpunkt stellendes Design kombiniert mit elektrischer Antriebskraft. Wir sind fest davon überzeugt, dass der EV6 ein überaus reizvolles und relevantes Modell für die neue Elektrofahrzeugära ist", sagt Karim Habib, Chefdesigner von Kia "unser Ziel war es, mit dem EV6 ein unverwechselbares, wirkungsvolles Design zu kreieren, indem wir ausgefeilte Hightech-Elemente mit puren und großzügigen Volumen kombinieren, während wir zugleich den einzigartigen Raum eines futuristischen Elektrofahrzeugs bieten."

Intro-Video zur E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns

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